Open-Source-Software Eclipse Foundation und VDA erweitern Software-Ökosystem

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Eclipse Foundation und der Verband der Automobilindustrie weiten ihr globales Ökosystem zur Beschleunigung der Entwicklung Software-definierter Fahrzeuge aus, die innerhalb der Eclipse SDV Working Group umgesetzt wird.

Die Eclipse Foundation und VDA erweitern das Software-Ökosystem. Wurde das Unterfangen im Juni des vergangenen Jahres mit 11 Unternehmen gestartet, sind nun bereits 32 Firmen an Bord.(Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
Die Eclipse Foundation und VDA erweitern das Software-Ökosystem. Wurde das Unterfangen im Juni des vergangenen Jahres mit 11 Unternehmen gestartet, sind nun bereits 32 Firmen an Bord.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

Im Juni 2025 mit 11 Unterzeichnern gestartet, umfasst das Memorandum of Understanding (MoU) inzwischen 32 globale Unternehmen. Der Anstieg zeigt eine bedeutende Dynamik und eine starke Brancheneinigkeit – rund um eine offene, interoperable und zertifizierbare Software-Basis für die zukünftige Mobilität.

Die Ausweitung dieser globalen Zusammenarbeit stärkt das gemeinsame Engagement, branchenweite Herausforderungen durch kollaborative Open-Source-Entwicklung zu bewältigen. Durch gemeinsame Arbeit in einem Open-Source-Software-Ökosystem mit herstellerneutraler Steuerung reduzieren die teilnehmenden Organisationen die Fragmentierung, verbessern die Interoperabilität und teilen sich den Aufwand der Entwicklung komplexer, sicherheitskritischer Software.

Die beteiligten Unternehmen erwarten, dass kollaborative Open-Source-Entwicklung erhebliche Vorteile bringt:

  • Bis zu 40 Prozent weniger Aufwand für Entwicklung, Integration und Wartung von nichtdifferenzierender Software, wodurch Entwicklungskapazitäten für innovative Funktionen frei werden
  • Bis zu 30 Prozent schnellere Markteinführung durch gemeinsam genutzte Komponenten in Automotive-Qualität
  • Verbesserte Interoperabilität zwischen Zulieferern und Fahrzeugplattformen
  • Höhere Nachhaltigkeit und langfristige Wartungsfähigkeit der Software

Neue Mitstreiter

Die Kooperation zieht Unternehmen entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette an, darunter Hersteller, Zulieferer und Technologieunternehmen aus Europa, Asien und Amerika. Zu den neuen Teilnehmern zählen 42dot, Accenture, AVL, Capgemini, Coretura, Cummins, ECARX, Elektrobit, Infineon, LEAR, LG Electronics, Michelin, Mobis, Qualcomm, QNX, Red Hat, Schaeffler, Stellantis, Traton, T-Systems und Useblocks. Sie ergänzen die Gründungsmitglieder Aumovio, BMW, Bosch, ETAS, Hella, Mercedes-Benz, Qorix, Valeo, Vector, Volkswagen und ZF.

Koordinierte Open-Source-Entwicklung für serientaugliche Technologie

Im Zentrum dieser Zusammenarbeit steht Eclipse S-Core, ein Open-Source-Software-Stack für die Automobilindustrie, der innerhalb der Eclipse SDV Working Group entwickelt wurde. S-Core integriert mehrere SDV-Projekte in eine Referenzimplementierung und eine Tooling-Umgebung, die für zertifizierbare, produktionsreife Software ausgelegt ist.

Im November 2025 veröffentlichte Eclipse S-Core seine erste öffentliche Version (0.5). Dias zeigt, dass koordinierte Open-Source-Entwicklung serientaugliche, zertifizierbare Technologie für die Automobilbranche hervorbringen kann. Eine vollständige Version ist für Ende 2026 vorgesehen und zielt auf Fahrzeugprogramme ab, die spätestens 2030 auf den Markt kommen. (se)

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