„Arbeitsplatzmassaker in der deutschen Industrie“ Deutsche Autobranche verliert mehr als 50.000 Jobs innerhalb eines Jahres

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Branchenkennern ist die angespannte wirtschaftliche Lage in der deutschen Industrie und insbesondere in der Automobilbranche kein Geheimnis. Die Wirtschaftsberatungsgesellschaft EY lässt vermelden, dass innerhalb eines Jahres netto mehr als 50.000 Stellen gestrichen wurden.

Das von Analysten und Branchenkennern antizipierte "Arbeitsplatzmassaker" in der deutschen Industrie scheint sich zu bewahrheiten.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Das von Analysten und Branchenkennern antizipierte "Arbeitsplatzmassaker" in der deutschen Industrie scheint sich zu bewahrheiten.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Seit Monaten und Jahren mehren sich Negativschlagzeilen hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage der deutschen Industrie, und speziell die Automobilbranche steht dabei im Fokus. Zulieferer wie Schaeffler, Bosch, ZF, Continental und Webasto befinden sich seit einer ganzen Weile im Krisenmodus im Automotive-Bereich, und richten dabei Kurzarbeit ein, streichen Stellen oder konsolidieren Standorte. VW baut mehrere Zehntausend Arbeitsplätze ab. Im Fordwerk in Saarlouis sollen ab November 2025 keine Autos mehr gebaut, sondern Ersatzteile produziert werden – bei verringerter Belegschaft (via SR). Angesichts der Tatsache, dass die Automobilbranche einen wesentlichen Teil zur deutschen Wirtschaft beiträgt, ist der Kahlschlag ein Albtraum, und zwar auf jeglicher Ebene.

Auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamts, die die Wirtschaftsberatungsgesellschaft EY analysiert hat und über die die Deutsche Presseagentur (DPA) berichtet, wird festgehalten, dass innerhalb eines Jahres in der Autobranche netto rund 51.500 Jobs abgebaut wurden. Das entspricht fast sieben Prozent der Arbeitsplätze in dem Bereich (via DPA/MSN).

Am 30. Juni 2025, so heißt es weiter, lag die Zahl der Industriebeschäftigten bei 5,42 Millionen Menschen, was 2,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum waren. Insgesamt wurden damit laut der Analysen von EY etwa 114.000 Stellen in der Industrie gestrichen. Erinnern wir uns zurück an den März 2024 und die Analysen des Handelsblatts und des WSWS-Experten Peter Schwarz, dann wurde „damals“ bereits ein verheerendes Bild gezeichnet. Es hieß, dass je nach Quelle und Prognose mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze in der deutschen Industrie gefährdet seien. Einige Schätzungen gingen von mehr als 400.000 verlorenen Jobs aus. Mit mehr als Hunderttausend verlorenen Stellen innerhalb eines Jahres scheinen sich diese düsteren Prognosen zu bestätigen. (sb)

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