Jeder sechste Webasto-Arbeitsplatz in Deutschland Automobilzulieferer Webasto baut 650 Stellen bis Ende 2025 ab

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage der Autobauer macht schon lange nicht vor den Zulieferern Halt. Nach ZF, Conti und Schaeffler plant jetzt Webasto in Deutschland Stellen einzusparen; 650 Arbeitsplätze sollen bereits bis Ende 2025 wegfallen.

Webasto streicht bis Ende 2025 in Deutschland 650 Stellen.(Bild:  Webasto)
Webasto streicht bis Ende 2025 in Deutschland 650 Stellen.
(Bild: Webasto)

Die deutsche Industrie befindet sich in einer anhaltenden Krise, und das macht sich insbesondere im Automobilsektor bemerkbar. Diverse Autobauer haben bereits angekündigt, Arbeitsplätze einzusparen, und im Herbst 2024 teilten auch die Zulieferer solche Pläne mit. Continental will in den nächsten Jahren mehr als 7.000 Stellen sparen, ZF bis 14.000, Schaeffler schließt einige Standorte und spart dabei ebenfalls bis zu 4.000 Arbeitsplätze.

Die Verantwortlichen von Webasto teilten am 2. April 2025 ähnliche Maßnahmen mit: In Deutschland sollen nach einer Übereinkunft von Unternehmensleitung und Betriebsrat 650 Stellen gestrichen werden, was etwa jedem sechsten Webasto-Unternehmensplatz entspricht. Anders als bei den anderen Zulieferern geht es nicht um langfristige Einsparung der Stellen, sondern eher um die kurzfristige Umsetzung der Streichungen. Die 650 Arbeitsplätze sollen bis Ende 2025 wegfallen.

Lösung über Transfergesellschaft

„Dies war eine schwere, aber angesichts der Marktentwicklung auch bei Webasto unumgängliche Entscheidung. Sie trägt wesentlich dazu bei, Webasto auch langfristig zukunftsfest zu machen. Die geplanten Personalmaßnahmen werden wir mit größtem Respekt für die soziale Sicherheit unserer Mitarbeitenden und im Einklang mit unserer Unternehmenskultur umsetzen“, teilt der Vorstandsvorsitzende der Webasto SE Jörg Buchheim via Pressemitteilung mit.

Sozialverträglich sollten diese Stellen mit Fokus auf Verwaltung und Entwicklung natürlich dennoch abgebaut werden. Ein wichtiger Bestandteil des Maßnahmenpakets ist das Angebot an die Mitarbeitenden, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Diese wird sie für maximal zwölf Monate intensiv dabei unterstützen, eine neue berufliche Perspektive zu finden. „Zudem werden Kapazitäten in der Produktion an die veränderte Nachfrage angepasst. Betroffen sind die Webasto Standorte Gilching, Hengersberg, Neubrandenburg, Utting sowie die Zentrale in Stockdorf bei München“, wird mitgeteilt. Die wesentlichen Details, was nun geschieht, will das Unternehmen nach Veranstaltungen an den jeweiligen Standorten öffentlich machen. (sb)

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