Bahntechnik DB und Eurostar wollen Direktverbindung von Deutschland nach London realisieren

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Deutsche Bahn und Eurostar wollen eine Direktverbindung zwischen London und Deutschland schaffen, wie beide Unternehmen in einer gemeinsamen Absichtserklärung festhielten. Die neue Hochgeschwindigkeitsverbindung ist für Anfang der 2030er Jahre geplant.

An einer Direktverbindung von Deutschland nach London arbeitet die Deutsche Bahn zusammen mit Eurostar. Diese soll Anfang der 2030er jahre bereitstehen.(Bild:  Eurostar)
An einer Direktverbindung von Deutschland nach London arbeitet die Deutsche Bahn zusammen mit Eurostar. Diese soll Anfang der 2030er jahre bereitstehen.
(Bild: Eurostar)

„Europa wächst auf der Schiene immer enger zusammen. In Zusammenarbeit mit Eurostar wollen wir auch Deutschland und das Vereinigte Königreich mit Hochgeschwindigkeit näher zusammenbringen“, erklärt Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr und betont: „Wir sind von dem großen Potenzial einer solchen Direktverbindung überzeugt. Das Projekt zeigt aber auch, dass neue grenzüberschreitende Fernverkehrsangebote aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen oft nur durch Partnerschaften wie diese möglich sind.“ Dabei will Eurostar sein Know-how im Bereich der Bahnreisen durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal einbringen, während die DB ihre Kompetenz als Netzanbieter zeigen soll. Als Startzeitpunkt der neuen Direktverbindung sind die frühen 2030er Jahre angedacht. Dabei sollen die neuen doppelstöckigen Celestia-Züge von Eurostar auf die Schiene kommen. Letztendlich müssen für die angedachten Planungen jedoch die erforderlichen technischen, betrieblichen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden und daran arbeiten man mit Hochdruck, wie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder unterstreicht: „In einer eigens für dieses Projekt gegründeten Task Force arbeiten wir bereits mit Hochdruck an den rechtlichen, infrastrukturellen und politischen Voraussetzungen für diese neue Verbindung. Ich begrüße es sehr, dass die beteiligten Unternehmen diesen Faden nun aufnehmen. Ich bin mir sicher, dieses Projekt wird ein großer Gewinn für alle Bahnreisenden in ganz Europa.“

Alternative zum Fliegen

Auch Heidi Alexander, britische Verkehrsministerin freut sich über die gemeinsame Absichtserklärung: „Diese Partnerschaft zwischen Eurostar und der Deutschen Bahn hat das Potenzial, den grenzüberschreitenden Bahnverkehr in Europa für kommende Generationen zu verändern. Nach konstruktiven Gesprächen mit meinem deutschen Amtskollegen im Sommer beschleunigen wir nun unsere Pläne. Es geht darum, die Art und Weise, wie Millionen Menschen zwischen unseren beiden Ländern reisen, grundlegend zu verändern. Eine direkte Bahnverbindung wird Arbeitsplätze schaffen, wichtige Handelsbeziehungen stärken und eine Verbindung ermöglichen, die internationales Reisen noch einfacher und umweltfreundlicher macht.“

Damit betont sie das wichtigste Ziel der Kooperation, nämlich ein direktes Fernverkehrsangebots auf der Schiene zwischen Großbritannien und Deutschland zu schaffen, das aufgrund verschiedener Bahnunternehmen als äußerst schwierig gilt. Darüber hinaus will man bessere Möglichkeiten für Reisende zwischen London und Deutschland erreichen – ein größeres Angebot, mehr Komfort und eine Verbindung von Stadtzentrum zu Stadtzentrum. Das wäre eine nachhaltige Alternative zum Fliegen. Des Weiteren profitieren beide Unternehmen vom Know-how und den Ressourcen des jeweils anderen Partners. Gemeinsam werden DB und Eurostar mögliche Fahrpläne entwickeln und Terminaleinrichtungen untersuchen, die internationale Grenz- und Sicherheitskontrollen ermöglichen. (se)

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