Quo vadis Automobilstandort Deutschland? Das Mobilitätsgeschehen im Überblick: Das war der Januar 2025

Von Stefanie Eckardt 3 min Lesedauer

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Eben wurde das Jahr 2024 verabschiedet – schon ist auch der erste Monat des noch jungen 2025 wie im Fluge vorbeigezogen. Und nicht nur die Automobilbranche fragt sich bange, ob die Abwärtsspirale weiter geht oder die Talsohle endlich durchschritten ist. Fakt ist: 2025 wird sicherlich herausfordernd sein.

Quo vadis Automobilstandort Deutschland? Das fragte sich nicht nur der Verband der Automobilindustrie und forderte einen Neustart.(Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
Quo vadis Automobilstandort Deutschland? Das fragte sich nicht nur der Verband der Automobilindustrie und forderte einen Neustart.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

Ab in die Wüste hieß es auch dieses Jahr wieder Anfang Januar. Vom 07. bis 10.01.2025 fand in Las Vegas die Consumer Electronics Show statt. Doch während in den vergangenen Jahren die Messe eine Nabelschau für viele Automobilhersteller war, machten sich die OEMs dieses Jahr rar in Nevadas Glücksspielmetropole. Die deutsche Flagge hielt lediglich BMW hoch. Der Autobauer präsentierte mit Panoramic Vision ein neu entwickeltes Head-Up Display-Konzept zur Projektion von Inhalten, das sichtbare Informationen von A-Säule zu A-Säule auf einen Schwarzdruck im unteren Bereich der Windschutzscheibe spiegelt.

Doch nicht nur Fahrzeuge mit vier Rädern standen im Mittelpunkt der Messe. Bosch räumte seinem Geschäftsbereich eBike Systems viel Raum ein und hier gab es einige interessante Neuigkeiten zu sehen. Eine davon war die intelligente Sicherheitsfunktion Battery Lock. Mit dieser ab Sommer 2025 verfügbaren neuen Funktion will der Zulieferer dazu beitragen, den Akku als wichtigste und teuerste Komponente eines (Bosch) eBikes vor Langfingern zu schützen.

Mobilitätsgeschehen im Januar 2025
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Qualcomm verkündete eine neue Partnerschaft mit Royal Enfield. Das indische Unternehmen integriert in seine neue E-Motorradmarke Flying Fleaden Snapdragon QWM2290 SoC und die Snapdragon Car-to-Cloud-Plattform. Der Snapdragon QMW2290 SoC steuert die zentrale Steuereinheit des Fahrzeugs, auf der ein von Flying Flea entwickeltes Betriebssystem läuft, das es dem Motorrad ermöglicht, alle Aspekte des Fahrzeugs und des Fahrerlebnisses über die interaktive, runde TFT-Anzeige zu steuern. Der SoC in Kombination mit Snapdragon Car-to-Cloud ermöglicht „eine nahtlose Kommunikation zwischen dem Fahrer und der Maschine durch eine sichere multimodale Interaktion, sowohl auf dem Motorrad als auch außerhalb des Motorrads mit 4G-, Bluetooth- und Wi-Fi-Konnektivität“, wie Nakul Duggal, Group GM, Automotive, Industrial and Cloud, Qualcomm Technologies unterstrich.

NXP und TTTech Auto nutzen die CES 2025 als Bühne für eine wichtige Ankündigung. Der Halbleiterhersteller wird das österreichische Unternehmen für 625 Millionen US-Dollar übernehmen. Beide Unternehmen arbeiten schon lange eng zusammen wie nicht nur auf dem Branchenevent „The Autonomous“ im letzten September zu sehen war. So wird die Verzahnung von NXPs SDV-Plattform CoreRide und TTTechs Middleware MotionWise zukünftig dann noch enger gestaltet, um die Entwicklung von SDVs für OEMs optimaler zu ermöglichen. Die MotionWise Middleware-Plattform von TTTech Auto ist eine Lösung für Hochleistungs-Rechenplattformen in der Automobilindustrie. Sie ermöglicht die automatisierte Softwarebereitstellung und verwaltet zuverlässig vernetzte Systeme in SDVs, wobei sicherheitskritische Funktionen priorisiert werden.

Ab in die Luft?

Wie zukunftsträchtig sind noch eVTOLs? Die Frage muss man sich stellen, nachdem der Insolvenz von Lilium nun die Pleite von Volocopter folgte. Die Technik sei erprobt, die Flugtaxis ständen kurz vor der Zulassung, äußerte sich das Unternehmen im Gespräch mit der Zeitschrift „Capital“. Die Gründer des Flugtaxi-Start-Ups machen die deutsche Politik mitverantwortlich für die Krise des Start-ups. „Es ist eine Schande für Deutschland, dass Firmen wie Lilium und Volocopter, die Hochtechnologie entwickelt haben, einfach vom deutschen Staat fallen gelassen werden“, erklärte Mitgründer Alexander Zosel.

Wirtschaftsstandort Deutschland nicht mehr attraktiv

Nicht nur für Flugtaxi-Unternehmen verliert der Standort Deutschland an Attraktivität. Der Verband der Automobilindustrie kritisiert seit einiger Zeit, dass der deutsche Standort international nicht mehr wettbewerbsfähig ist – vor allem in puncto Energiepreise, Digitalisierung sowie einem dringenden Handlungsbedarf in Hinsicht auf Bürokratie.„Deutschland braucht den Neustart“, fordert VDA-Präsidentin Hildegard Müller in der Jahrespressekonferenz des Verbands. (se)

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