Elektromobilität Daimler Truck nimmt neues Battery Technology Center in Mannheim in Betrieb

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Am 19. Juli 2024 hat Daimler Truck rund ein Jahr nach dem Richtfest sein neuen Battery Technology Center im Mercedes-Benz-Werk Mannheim eröffnet. Dieses soll Entwicklung und Produktion verbinden. Der Nutzfahrzeughersteller will hier Know-how zu Batterien und deren Produktionsprozesse aufbauen.

Am Standort Mannheim eröffnete Daimler Truck am 19.07.2024 feierlich sein neues Battery Technology Center und legt so den Grundstein zur Serienmontage der nächsten Batteriegeneration in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts.(Bild:  Daimler Truck AG)
Am Standort Mannheim eröffnete Daimler Truck am 19.07.2024 feierlich sein neues Battery Technology Center und legt so den Grundstein zur Serienmontage der nächsten Batteriegeneration in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts.
(Bild: Daimler Truck AG)

Auf einer Fläche von gut 10.000 m2 will Daimler Truck im Battery Technology Center (BTC) zwei Fertigungsbereiche schaffen. Zum einen sollen hier pilothaft Zellen produziert werden, um Prozesswissen aufzubauen. Zum anderen will man Batteriepakete prototypisch für Prüfstände und Testfahrzeuge herstellen. Der Standort Mannheim bereitet sich mit der Pilotlinie für Batteriepakete auf eine zukünftige Serienfertigung vor. Diese soll mit der neuen Lithium-Ionen Batteriegeneration in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts im Werk starten. „Die Eröffnung des Battery Technology Centers ist ein wichtiger Schritt für die Elektrifizierung unseres Produktportfolios – und ein weiterer Meilenstein in der Innovationsgeschichte des Standorts Mannheim. Wir haben entschieden, die Montage der zukünftigen Batteriegeneration selbst zu übernehmen und somit wichtige Wertschöpfung im eigenen Haus zu behalten. In und für Europa werden wir das im Mercedes-Benz Werk Mannheim tun und stärken damit weiter das Zukunftsbild des Standorts“, erklärt Andreas Gorbach, Mitglied des Vorstands von Daimler Truck.

Zellfertigung

Im Battery Technology Center werden über 60 neue Anlagen aufgebaut. Hier lassen sich die relevanten Prozesse zur prototypischen Herstellung von Batteriezellen und - systemen abbilden: Beschichtungstechnologien, Schweißprozesse, Montage und Klebeprozesse. Das BTC unterteilt sich in zwei Bereiche. Im Bereich Zelle wird Produkt- und Prozesswissen gewonnen, wie man Batteriezellen fertigt. Die Ausstattung ist die Grundlage, um dort Erkenntnisse zur Zellchemie zu gewinnen. Beispielsweise bietet sich hier die Möglichkeit, mit verschiedenen Rezepturen bei der Herstellung der Batterie-Paste, auch „Slurry“ genannt, zu experimentieren.

Aus diesem Slurry werden im Anschluss eigene prototypische Batteriezellen hergestellt. Dabei durchläuft jede Zelle sowohl Rein- als auch Trockenraumbereiche, weil es bei der Herstellung wichtig ist, die Materialien vor Staubpartikeln und Luftfeuchtigkeit zu schützen. Im Bereich Zelle kann der Hersteller sowohl Pouch- als auch prismatische Zellen produzieren. Auf der Pilotlinie für die Batteriepaket-Fertigung werden Erfahrungen in der Batteriepaketmontage gesammelt: Aus Zellen werden Batteriemodule gefertigt, bevor im Anschluss daran aus diesen Modulen Batteriepakete hergestellt werden.

Investitionen in die Zukunft

Das Battery Technology Center soll als strategischer Teil der Transformation fungieren – nämlich von vom klassischen Motor zum emissionsfreien Antrieb. Zum einen will man am Standort noch möglichst langfristig Motoren bauen. Auf der anderen Seite ist das BTC die Basis, um in Zukunft Batteriesysteme zu fertigen. „Damit sichern wir Arbeitsplätze und den Standort insgesamt ab“, freut sich Bruno Buschbacher, Betriebsratsvorsitzender Mercedes-Benz Werk Mannheim und ergänzt: „Wir Betriebsräte werden uns für die Umsetzung und sozialverträgliche Gestaltung dieses Zukunftsbildes auch weiter einsetzen – denn das ist aus unserer Sicht kein Selbstläufer.“

Insgesamt rund 100 Beschäftigte sind im BTC tätig. Um den Mitarbeitenden mehr Raum für Kreativität, Produktivität und Effizienz zu geben, wurde auf ein modernes Bürokonzept gesetzt mit verschiedenen Arbeitszonen. Das Gebäude verfügt über ca. 400 Quadratmeter Fassadenbegrünung, die sich über einzelne vertikale wandgebundene Begrünungselemente verteilen. Neben einer extensiven Dachbegrünung befinden sich auch Photovoltaikanlagen auf dem Neubau, deren Versorgung etwa 50 Einfamilienhäusern entspricht.

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