Fahrerassistenzsysteme CorrActions entwickelt sichere KI-gestützte Methode zur Alkoholerkennung

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Das israelische Start-up CorrActions hat eine Methode basierend auf künstlicher Intelligenz entwickelt, um Beeinträchtigungen des Fahrers einwandfrei zu erkennen – wie den Versuch unter Alkohol zu fahren. Das Neuro-Monitoring des Unternehmens kann das Ergebnis von Alkoholsensoren im Fahrzeug differenzieren oder absichern.

CorrActions hat eine sichere KI-gestützte Methode erarbeitet, die dazu beiträgt, alkoholisierte Fahrer zu erkennen. (Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
CorrActions hat eine sichere KI-gestützte Methode erarbeitet, die dazu beiträgt, alkoholisierte Fahrer zu erkennen.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

Um die Risiken im Straßenverkehr zu minimieren, spielen dem neuen NCAP-Sicherheitsprotokoll 2026 zufolge insbesondere passive Systeme zur Erkennung von Fahren unter Alkohol eine wichtige Rolle. Das israelische Software Start-up CorrActions unterstützt den Vorstoß von Euro NCAP für Alkoholerkennungssysteme als entscheidenden Schritt für sicherere Straßen. Sein neu entwickeltes Neuro-Monitoring bietet eine robuste und zuverlässige Möglichkeit, Fahrverhalten unter Alkohol einwandfrei zu erkennen und kann das Ergebnis von Alkoholsensoren im Fahrzeug differenzieren oder absichern.

Kognitives Neuro-Monitoring ist eine neue Methode, um den Zustand eines Fahrers genau zu erkennen und zuverlässig zu unterscheiden, ob die Beeinträchtigung von Müdigkeit oder etwa Alkoholgenuss herrührt.

Hoher Bedarf an Alkoholdetektion

Alkoholbedingte Unfälle im Straßenverkehr stellen in Europa eine große Herausforderung dar. Noch im Jahr 2023 gab es dadurch 5.000 Todesopfer zu beklagen, das sind etwa 25 Prozent aller Verkehrstoten. Angesichts dieser alarmierenden Zahlen hat sich die EU das Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrstoten bis zum Jahr 2050 auf null zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Einführung neuer Erkennungs- und Präventionstechnologien notwendig.

Daher führt Euro NCAP mit dem Protokoll 2026 ein neues Bewertungsmodell ein, das 25 Sicherheitspunkte für die Fahrerüberwachung vorsieht. Bis zu 2 Punkte werden für die Erkennung von Beeinträchtigungen veranschlagt, die nicht auf Ermüdung zurückzuführen sind, beispielsweise Alkohol – ohne dass dabei auf aufdringliche Verriegelungssysteme zurückgegriffen werden muss. Bei Fahrzeugen mit Fahrerassistenzsystemen machen diese 2 Punkte bis zu 16 Prozent der Anforderungen an die Fahrerüberwachung aus.

Muskelmikrobewegungen offenbaren kritische Hirnaktivitäten

Die NeuroMonitor-Lösung von CorrActions befasst sich mit mehreren kritischen Anforderungen, um zu erkennen, ob der Fahrer alkoholisiert ist. Sie nutzt eine patentierte Technologie, die die Gehirnaktivität anhand von Mikrobewegungen der Muskeln analysiert, die von vorhandenen Sensoren im Fahrzeuginneren, beispielsweise am Lenkrad, erfasst werden. Es handelt sich um eine KI-basierte Software-Lösung, die den gesamten Bereich der Blutalkoholkonzentration (BAK) mit nahezu null Fehlalarmen erkennt – und zwar bevor körperliche Symptome auftreten – und passiv, d. h. ohne, dass der Fahrer selbst etwas zur Detektion unternehmen muss.

Im Gegensatz zu Alkoholtestern oder berührungsbasierten Sensoren überwacht es den kognitiven Abbau in Echtzeit und kann nicht umgangen werden. Damit entfällt für Autohersteller die Notwendigkeit, zusätzliche Hardware hinzuzufügen, um die neuen Protokollanforderungen zu erfüllen, auch weil es mit jedem Prozessor in jedem Fahrzeug funktioniert.  (se)

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