Digitalisierung, Automatisierung und Standardisierung BVG, MVG und Hamburger Hochbahn wollen gemeinsam ÖPNV voranbringen

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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BVG, MVG und Hamburger Hochbahn wollen zentrale Herausforderungen zukünftig gemeinsam lösen. Damit bilden die Nahverkehrsunternehmen eine überregionale Allianz, um den ÖPNV kundennah zu gestalten, Synergien zu nutzen, Kosten zu senken und Effizienzpotentiale zu realisieren.

Partnerschaft mit Zukunft im ÖPNV: Henrik Falk, BVG, Ingo Wortmann, MVG und Robert Henrich, Hamburger Hochbah (vlnr) wollen den Nahverkehr gemeinsam voranbringen. (Bild:  Robert Haas)
Partnerschaft mit Zukunft im ÖPNV: Henrik Falk, BVG, Ingo Wortmann, MVG und Robert Henrich, Hamburger Hochbah (vlnr) wollen den Nahverkehr gemeinsam voranbringen.
(Bild: Robert Haas)

Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Automatisierung und autonomes Fahren – nicht nur die Automobilindustrie befindet sich im Wandel, sondern auch der Nahverkehr. Automatisierung und autonomes Fahren können etliche Vorteile bringen, ziehen aber auch Herausforderungen nach sich – insbesondere in Hinsicht auf Standards und skalierbaren Ansätzen. Entsprechende Projekte sind zumeist lokal organisiert. Das wollen BVG, MVG und Hamburger Hochbahn nun ändern und einen gemeinsamen Weg beschreiten.

Drei Bereiche im Fokus

In einer Absichtserklärung verfolgen die drei Nahverkehrsunternehmen eine Zusammenarbeit an praxisnahen Digitalisierungsschritten, Standardisierungen und neuen Geschäftsmodellen. Die Kooperation soll sich zunächst auf drei Anwendungsfelder fokussieren:

  • Autonomes Fahren: Bis 2035 ergänzen insgesamt bis zu 2.000 autonome ÖPNV-Fahrzeuge die Nahverkehrssysteme in den drei Städten.
  • Mobilitätsplattform (MAX): Einführung einer gemeinsamen App für Bus, Bahn und geteilte Mobilitätsangebote.
  • Standardisierte Vertriebssysteme: Die Vertriebssysteme werden für ein nahtloses Kundenerlebnis überregional vereinheitlicht und digitalisiert.

Das Memorandum of Understanding tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft und ist zunächst unbefristet angelegt. Um die in den Anwendungsfällen definierten Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen, visieren BVG, MVG und Hochbahn zwischen 2030 und 2035 an. Damit man zukünftig isolierte Einzelprojekte und redundante Strukturen vermeiden kann, wird eine schlanke Organisation mit wenigen, klar ausgerichteten Arbeitsgruppen für die definierten Anwendungsfälle aufgesetzt Zur übergreifenden Steuerung und Koordinierung wird ein Lenkungskreis aus Berlin, München und Hamburg etabliert. (se)

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