Kreislaufwirtschaft BMW und PreZero wollen Kreislaufwirtschaft in europäischer Automobilindustrie voranbringen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

BMW und PreZero haben auf auf dem Campus des Innovation Park Artificial Intelligence in Heilbronn einen strategischen Kooperationsvertrag abgeschlossen, um die Kreislaufwirtschaft in der europäischen Automobilbranche voranzutreiben. Beide Unternehmen wollen ein Geschäftsmodell zur Verwertung von Altfahrzeugen entwickeln, um einen geschlossenen Material- und Verwertungskreislauf zu etablieren.

Zusammen mit PreZero will BMW dazu beitragen, die Kreiselaufwirtschaft innerhalb der europäischen Autoindustrie zu etablieren.(Bild:  BMW)
Zusammen mit PreZero will BMW dazu beitragen, die Kreiselaufwirtschaft innerhalb der europäischen Autoindustrie zu etablieren.
(Bild: BMW)

Im Rahmen ihrer Partnerschaft wollen der Autobauer und das Kreislaufwirtschaftsunternehmen strategische und wirtschaftliche Potenziale erarbeiten. Gleichzeitig will man an Lösungen für derzeitige Herausforderungen in der Automobilindustrie finden – nämlich Rohstoffabhängigkeiten perspektivisch zu reduzieren und Lieferketten resilienter gestalten. Beide Partner wollen daher ein tragfähiges Geschäftsmodell für einen Material- und Verwertungskreislauf entwickeln und dabei Altfahrzeuge konsequent als strategische Materialquelle nutzen. Zunächst sollen Komponenten eines Fahrzeugs durch weitere Nutzung möglichst lange im Kreislauf gehalten werden. In einem weiteren Schritt will man mit neuen Verwertungsprozessen mehr hochwertige Recyclingmaterialien und Rohstoffe für den weiteren Einsatz gewinnen. Der Bedarf an Primärrohstoffen könnte so deutlich gesenkt werden.

Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells

Für den Münchner Autobauer ist die Partnerschaft ein zentraler Baustein seiner Unternehmens- und Dekarbonisierungsstrategie. Für PreZero ist die Kooperation ein logischer Schritt, um ökologische Verantwortung mit ökonomischem Erfolg zu verbinden.

Das Fundament der Kooperation bildet die Entwicklung des Geschäftsmodells, das die umfangreiche Verwertung von Altfahrzeugen sicherstellt. Zusammen wollen die Partner effiziente Verwertungsprozesse für Altfahrzeuge erproben und zur Serienreife bringen. Darüber hinaus stehen neue Ansätze für das Stoffstrommanagement im Mittelpunkt der Partnerschaft. Bei den verschiedenen Vorhaben spielt der Wissenstransfer eine wichtige Rolle: Von der Montagelinie bis zur Recycling-Pipeline bringen die Münchner ihre Expertise aus dem „Design for Recycling“, Erkenntnisse aus der Altfahrzeugverwertung im eigenen Recycling- und Demontagezentrum (RDZ) sowie Material- und Fertigungskompetenz ein. PreZero steuert das Know-how für europäische Stoffströme und Sortiertechnologien bei. Hierbei greift das Unternehmen auch auf sein Know-how als Batterierecycler zurück. Gleichzeitig stärkt die Kooperation die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit der Automobilbranche. Ziel ist es, Komponenten wiederzuverwenden und anschließend Wertstoffe wie Stahl, Aluminium, Kunststoffe sowie Batterierohstoffe zurückzugewinnen. Zudem steht die Kooperation im Einklang mit der Kreislaufwirtschaftsstrategie und den Resilienzbestrebungen der Europäischen Union. (se)

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