Alternative Antriebe BMW: Erste Leitung für neue Wasserstoff-Infrastruktur im Werk Regensburg

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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In seinem Regensburger Fahrzeugwerk nutzt BMW zukünftig in der Produktionslogistik Wasserstoff. Ab 2026 sollen Wasserstoff-betriebene Routenzüge und Gabelstapler bei Transport- und Logistikaufgaben im Presswerk, im Karosseriebau und der Fahrzeugmontage eingesetzt werden. Dafür legte man nun die erste Edelstahlleitung für das Wasserstoffnetz.

Der stellvertretende Werkleiter Olaf Möllhoff verlegt zusammen mit Projektleiterin Katharina Radtke und Prof. Dr. Georg Barfuß, Stadtratsmitglied und Leiter des Referates für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen der Stadt Regensburg, symbolische die erste Leitung für eine neue Wasserstoff-Infrastruktur im BMW-Werk Regensburg.(Bild:  BMW)
Der stellvertretende Werkleiter Olaf Möllhoff verlegt zusammen mit Projektleiterin Katharina Radtke und Prof. Dr. Georg Barfuß, Stadtratsmitglied und Leiter des Referates für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen der Stadt Regensburg, symbolische die erste Leitung für eine neue Wasserstoff-Infrastruktur im BMW-Werk Regensburg.
(Bild: BMW)

Ab dem zweiten Halbjahr 2026 soll über die neue Leitung Wasserstoff befördert werden, der zur Betankung von Routenzug-Schleppern und Gabelstaplern für die Bauteileversorgung der Produktion dient. Insgesamt erhält das BMW-Werk Regensburg ein sechs Kilometer langes Leitungsnetz sowie sechs dezentrale Indoor-Tankstellen in der Produktion. Als Herzstück des neuen Wasserstoffnetzes wird eine Outdooreinheit mit kleinem Pufferspeicher aufgebaut, an die zukünftig der Wasserstoff angeliefert wird. Im ersten Halbjahr 2026 soll der Probebetrieb starten. Beginn des Serienbetriebs mit zunächst rund 85 von 230 Fahrzeugen ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant. Bis 2031 soll die schrittweise Umstellung von Elektro- auf Wasserstoffantrieb der Logistikflotte abgeschlossen sein. Angeliefert wird der Wasserstoff durch spezielle Trailer.

Den Betrieb vereinfachen

„Mit dem Einsatz von Wasserstoff gestalten wir unsere Intralogistik hoch flexibel und skalierbar. Die Betankung ist in kürzester Zeit möglich. Sie erfolgt an dezentralen Tankstellen entlang der Logistikwege“, erläutert Projektleiterin Katharina Radtke. Aktuell ist die Regensburger Werkslogistikflotte komplett mit batteriebetriebenen Fahrzeugen ausgestattet. Die bei Flurförderfahrzeugen eingesetzten Batterien müssen pro Schicht rund zwei Mal gewechselt werden. Das Handling beim Batterietausch erfolgt manuell per Kran. Der gesamte Tauschprozess dauert etwa eine Viertelstunde.

Für zusätzliche Zeitersparnis sorgen zukünftig auch die direkt vor Ort in den Produktionsbereichen platzierten Zapfstellen. Zudem kann durch den Entfall des Batteriewechsels nach der Umstellung die Flotte an Flurförderzeugen verkleinert und eine Werksfläche von etwa 800 m2 anderweitig genutzt werden, die bisher noch von Batterieladestationen belegt sind. (se)

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