Logistik BMW: CE-Zertifizierung für „Automatisiertes Fahren im Werksumfeld“

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Seit 2022 erprobte BMW im Werk Dingolfing das automatisierte Fahren von Neufahrzeugen im Werksumfeld. Das Pilotprojekt wurde jetzt nach erfolgter CE-Zertifizierung in den Serienbetrieb überführt. Nach Dingolfing will man nun im Werk Leipzig das Projekt „Automatisiertes Fahren im Werksumfeld“ im Serienbetrieb einsetzen.

BMW lässt in seiner Produktion Neufahrzeuge automatisiert fahren. Derzeit sind das die Werke Dingolfing und Leipzig – weitere Produktionsstätten sollen ab nächstem Jahr folgen. (Bild:  BMW)
BMW lässt in seiner Produktion Neufahrzeuge automatisiert fahren. Derzeit sind das die Werke Dingolfing und Leipzig – weitere Produktionsstätten sollen ab nächstem Jahr folgen.
(Bild: BMW)

Neben dem BMW 5er und 7er in Dingolfing kommt die Technologie jetzt auch beim Mini Countryman und weiteren BMW-Modellen in Leipzig zum Einsatz. „Das automatisierte Fahren im Werksumfeld optimiert unseren Produktionsprozess und bringt deutliche Effizienzgewinne in unserer Logistik mit sich“, unterstreicht Milan Nedeljković, Produktionsvorstand der BMW AG. „Deshalb werden wir diese Technologie zügig im Produktionsnetzwerk ausrollen.“

Dingolfing als Vorreiter

In Dingolfing sind die neuen Autos vollautomatisch und fahrerlos über eine mehr als einen Kilometer lange Strecke unterwegs – und zwar von den beiden Montagehallen über die Kurzprüfstrecke bis in den Finish-Bereich des Werks. Um das zu ermöglichen, hat der Autobauer Sensorik entlang der Strecke installiert. Dabei handelt es sich um die nach eigenen Aussagen „größte Lidar-Infrastruktur Europas“, sowie ein extern generiertes Umfeld-Modell und ein externer Bewegungsplaner. Unabhängig von der Fahrzeugausstattung steuert dieser die automatisierten Bewegungen der Fahrzeuge und nutzt dafür Cloud-Architektur. Teile der Technologie stammen dabei von dem Schweizer Unternehmen Embotech, mit dem man bereits im Rahmen der BMW Start Up Garage zusammengearbeitet hat.

„Automatisiertes Fahren im Werksumfeld“ von BMW mit CE-Zertifizierung
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Weitere Werke für AWF geplant

Im Werk Leipzig ist vorgesehen, dass rund 90 Prozent der dort gebauten Modelle automatisiert fahren werden. 2025 sollen die Werke Regensburg und Oxford folgen. Der neue Standort im ungarischen Debrecen wird gleich ab Serienstart auf diese Technologie setzen.

Zusätzliche Bereich im Produktionsumfeld

Perspektivisch plant der Münchner Automobilhersteller, das „Automatisierte Fahren im Werksumfeld“ auf weitere Bereiche im Produktionsumfeld auszuweiten – etwa für Fahrten durch die Prüfzone und auf Distributionsflächen im Außenbereich. Zudem arbeiten die Produktions- und Entwicklungsexperten gemeinsam daran, die Technologie selbst weiterzuentwickeln. Einen weiteren Schlüssel für den Ausbau der Technik stellt die zunehmende Onboard-Technik dar, die die externe Sensorik langfristig unterstützen wird. „In den nächsten zehn Jahren fahren wir mit dem automatisierten Fahren im Werksumfeld allein in unserem Produktionsnetzwerk mehrere Millionen Testkilometer“, erklärt Nedeljković.  (se)

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