Echtzeitdaten in der Formel 1 Batch-Verarbeitung versus Daten-Streaming: Weil jede Millisekunde zählt

Ein Kommentar von Roger Illing * 2 min Lesedauer

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In der Formel 1 entscheiden Millisekunden über Sieg und Niederlage. Vom Autodesign über die Motorleistung bis hin zum Fahrerprofil – Daten spielen seit langem eine zentrale Rolle im Rennsport. Jedes Formel-1-Team weiß, dass der Erfolg jeder Entscheidung am Renntag davon abhängt, wie lange es dauert, bis die Daten verarbeitet und ausgewertet sind. Seit dem Wechsel von Batch-Verarbeitung zum Echtzeit-Streaming wurde daran gearbeitet. Die entscheidende Voraussetzung für diese Informationsübertragung ist dabei Daten-Streaming.

Jedes Formel-1-Team weiß, dass der Erfolg jeder Entscheidung am Renntag davon abhängt, wie lange es dauert, bis die Daten verarbeitet und ausgewertet sind. Echtzeitverarbeitung ist daher das A und O.(Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
Jedes Formel-1-Team weiß, dass der Erfolg jeder Entscheidung am Renntag davon abhängt, wie lange es dauert, bis die Daten verarbeitet und ausgewertet sind. Echtzeitverarbeitung ist daher das A und O.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts – so auch in der Formel 1. Im Vergleich zur Batch-Verarbeitung bietet Daten-Streaming drei Vorteile für die Formel 1:

  • Unmittelbare Informationen,
  • höhere Genauigkeit und
  • größere Flexibilität.

Bei der traditionellen Batch-Verarbeitung werden riesige Datenmengen während eines Rennens gesammelt und zur Analyse gespeichert, um die Strategie für das nächste Rennen anschließend festzulegen. In Batches verarbeitete Daten zeigen Fehler erst nach dem Rennen auf, was einen kritischen Einfluss auf die Performance der Teams haben kann. Dieser Ansatz funktioniert zwar immer noch für weniger zeitkritische Daten, aber die Informationen, die für die Strategie während des Rennens notwendig sind, werden in Echtzeit benötigt. Teams können mit Echtzeitdaten dagegen nahezu sofort auf Ereignisse auf der Strecke reagieren, sobald diese eintreten. So können zum Beispiel bei Reifendruck und -temperatur schon kleine Abweichungen vom Idealbereich die Leistung des Fahrzeugs erheblich beeinträchtigen. Die Ingenieure können anhand der durch die Sensoren erfassten Telemetriedaten die Fahrzeugleistung überwachen und optimieren, um die Geschwindigkeit und Kontrolle des Fahrzeugs zu maximieren.

Biometrische Daten verarbeiten

Daten-Streaming verbessert auch die Rennleistung durch Verarbeitung biometrischer Daten der Fahrer: Spezialisierte Handschuhe übermitteln Daten wie Pulsfrequenz und Blutsauerstoffgehalt der Fahrer in Echtzeit an medizinische Teams, die so frühzeitig eingreifen können, um Unfälle zu vermeiden. In Zukunft können Sensoren in der Rennbekleidung auch ermitteln, wie der Fahrkomfort verbessert werden kann, um während des Rennens die maximale Leistung hervorzubringen.

Besseres Fan-Erlebnis

Mehr als 99 Prozent der Formel 1-Fans verfolgen das Rennen von zu Hause aus. Dabei ist ein umfassendes Online-Erlebnis notwendig, um die Interaktion zwischen Fans und Sport zu fördern. Die Fans erhalten durch Daten-Streaming aktuelle, auf ihre persönlichen Interessen zugeschnittene Daten zu Fahrerpositionen, Rundenzeiten, Sektorenzeiten und Abständen zwischen den Fahrzeugen, so dass sie den Rennverlauf noch einfacher verfolgen können. Live-Updates und Augmented-Reality-Erlebnisse auf digitalen Plattformen bieten den Zuschauern zudem neue Möglichkeiten, ihr TV-Erlebnis zu gestalten. Echtzeitdaten verändern grundlegend die Art und Weise, wie Formel 1-Fans den Sport erleben.

Zukunft von Daten-Streaming in der Formel 1

In einem Sport, in dem jede Millisekunde zählt, ist Daten-Streaming nicht nur ein Vorteil, sondern eine Notwendigkeit. Fortschritte in der KI und beim maschinellen Lernen werden die Analyse von Datenströmen weiter verfeinern und tiefere Einblicke und bessere Vorhersagen ermöglichen. Daten-Streaming macht die Formel 1 auch in Zukunft immer innovativer. Es wird die Möglichkeiten an der Rennstrecke und bei den Zuschauern im Wohnzimmer zunehmend verbessern.  (se)

* Roger Illing ist Vice President Sales CEMEA bei Confluent

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