Fernverkehr Bahnfahrgäste wechseln nach Streik oft dauerhaft

Quelle: sp-x 1 min Lesedauer

Wenn die Bahn nicht fährt, weichen viele Passagiere auf den Fernbus aus. Und bleiben ihm oft treu, wie jetzt eine Studie ergeben hat.

Der Bahnstreik nutzt dem Fernbus.(Bild:  Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont)
Der Bahnstreik nutzt dem Fernbus.
(Bild: Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont)

Streiks bei der Bahn nutzen den Fernbus-Anbietern. Die durch den Arbeitskampf bedingten Zugausfälle verleiten Fahrgäste zum Wechsel auf andere Verkehrsmittel – auf die viele dann dauerhaft umsteigen, wie eine nun erschienene Studie des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) ergeben hat.

Bei der Auswertung des Bahnstreiks im Herbst 2014 zeigte sich, dass die Fernbusbuchungen während der ersten Streikwelle um 32 Prozent in die Höhe schossen. Nach dem Streik blieben die Buchungen auf den betroffenen Strecken im Durchschnitt noch um mindestens acht Prozent höher als vorher. Der Anstieg geht den Forscher zufolge vor allem auf Reisende zurück, die den Bus erstmals nutzten.

Wenn Kundinnen und Kunden gezwungen seien, mit anderen Verkehrsmitteln zu experimentieren, könnten auch kurzfristige Serviceunterbrechungen zu einem dauerhaften Abwandern führen, so das IfW Kiel. Das belege erneut, welche Bedeutung Verlässlichkeit von Angeboten für die Kundenbindung habe.

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