Ausgliederungen geplant Aus 1 mach 3: Honeywell plant Aufsplittung in drei Unternehmen

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Am 6. Februar 2025 kündigte die Leitung von Honeywell einen Plan an, der eine Aufsplittung des Unternehmens in drei individuelle Firmen vorsieht. Wenn das umgesetzt wird, gibt es dann künftig Honeywell Automation, Honeywell Aerospace sowie Advanced Materials.

Honeywell plant die Aufsplittung in drei eigenständige, börsennotierte Unternehmen.(Bild:  Honeywell)
Honeywell plant die Aufsplittung in drei eigenständige, börsennotierte Unternehmen.
(Bild: Honeywell)

Anfang des Jahres startete das Board of Directors von Honeywell unter Chairman und CEO Vimal Kapur eine Analyse des Unternehmens, um es für die Zukunft sattelfest aufzustellen. Vormals war bereits geplant gewesen, den Bereich Advanced Materials auszugliedern. Die Honeywell-Sparte soll in Zukunft ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Unternehmen für Spezialchemie mit führenden Positionen bei Fluorprodukten, elektronischen Materialien, Industriefasern und Verpackungslösungen für den Gesundheitsbereich darstellen.

Während der Ausarbeitung des Geschäftsplans für Honeywell kam man indes zum Schluss, dass man ebenfalls beabsichtigt, eine vollständige Trennung von Automation und Aerospace Technologies vorzunehmen. Damit entstehen drei voneinander unabhängige, börsennotierte Unternehmen mit unterschiedlichen Strategien und Wachstumsmotoren.

„Die Bildung von drei unabhängigen Unternehmen baut auf dem starken Fundament auf, das wir geschaffen haben, und positioniert jedes von ihnen, um maßgeschneiderte Wachstumsstrategien zu verfolgen und erheblichen Wert für Aktionäre und Kunden zu schaffen“, sagt Geschäftsführer Kapur. „Unsere Vereinfachung von Honeywell ist im vergangenen Jahr zügig vorangekommen, und wir werden unser Portfolio weiterhin so gestalten, dass wir weitere Werte für die Aktionäre schaffen. Wir verfügen über eine reichhaltige Pipeline an strategischen Akquisitionszielen, und wir planen, weiterhin Kapital einzusetzen, um jeden Geschäftsbereich weiter zu verbessern, während wir sie darauf vorbereiten, führende, unabhängige Aktiengesellschaften zu werden.“

Die strategische Neuausrichtung ermöglicht eine klarere Fokussierung auf die jeweiligen Geschäftsfelder und schafft gleichzeitig größere finanzielle Flexibilität, um gezielt Wachstumschancen in unterschiedlichen Investitionszyklen zu verfolgen. Zudem verbessert sich die Fähigkeit, Kapitalallokation gezielt an strategische Prioritäten auszurichten. Durch spezialisierte Vorstände und Managementteams mit Expertise können fundiertere Entscheidungen getroffen werden.

Die Abtrennung von Automation und Aerospace soll für Honeywell-Aktionäre steuerfrei erfolgen und in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, sofern die Behörden zustimmen. Gleichzeitig wird die Ausgliederung des Geschäftsbereichs Advanced Materials fortgesetzt, die bis Ende 2025 oder Anfang 2026 abgeschlossen sein soll.

Die drei neuen Honeywell-Unternehmen

Honeywell Automation will nach der Übergangsphase ein führender Automatisierungs- und Autonomie-Anbieter für die Industrie sein. Honeywell Automation wird Anlagen, Menschen und Prozesse miteinander vernetzen, um den digitalen Wandel voranzutreiben. Dabei baut das Unternehmen auf tiefgreifende Erfahrungen in diesem Bereich und eine große installierte Basis, um eine Vielzahl von wachstumsstarken Branchen zu bedienen. 2024 hat dieser Geschäftsbereich rund 18 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht.

Die Technologien und Lösungen von Honeywell Aerospace werden schon jetzt in vielen kommerziellen und militärischen Flugzeugplattformen weltweit eingesetzt und umfassen Flugzeugantriebe, Cockpit- und Navigationssysteme sowie Hilfsenergiesysteme. Im Jahr 2024 lag der Jahresumsatz des Bereichs bei 15 Milliarden US-Dollar. Das Ziel ist es, mit Honeywell Aerospace nach der Ausgliederung einer der größten börsennotierten reinen Luftfahrtzulieferer sein.

Der Geschäftsbereich Advanced Materials wird ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Unternehmen für Spezialchemikalien und Werkstoffe in den Bereichen Fluorprodukte, elektronische Materialien, Industriefasern und Verpackungslösungen für den Gesundheitssektor sein. Der Bereich setzte im vergangenen Jahr rund 4 Milliarden US-Dollar um. (sb)

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