E-Scooter Anbieter Bird in US-Insolvenzverfahren

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Dass das Interesse an elektrischen Trittrollern nachlässt, hat der Anbieter Bird nun zu spüren bekommen. Der Betrieb soll aber wie gewohnt weiterlaufen.

Bereits seit einiger Zeit stehen E-Scooter als Fortbewegungsmittel in der Kritik.(Bild:  Bird)
Bereits seit einiger Zeit stehen E-Scooter als Fortbewegungsmittel in der Kritik.
(Bild: Bird)

Der Elektro-Trittroller-Anbieter Bird will sich in einem US-Insolvenzverfahren sanieren. Der Betrieb soll dabei unverändert weitergehen, wie Bird am Mittwoch mitteilte. Mit Geldgebern wurde demnach eine neue Finanzierung über 25 Millionen Dollar vereinbart.

Zudem beantragte der US-Konzern Bird Global ein Verfahren nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts, das Schutz vor Forderungen der Gläubiger bietet. Die europäische Firma Bird Europe und das Geschäft in Kanada seien nicht Teil des Verfahrens.

Vorreiter bei der Scooter-Vermietung

Bird war 2017 von Travis VanderZanden, einem ehemaligen Manager des Fahrdienst-Vermittlers Uber, gegründet worden. Die Firma war ein Vorreiter bei der Geschäftsidee, Roller zum Mieten in große Städte zu bringen und wurde schnell mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet.

Das Interesse an den E-Scootern als Fortbewegungsmittel ließ jedoch nach. Es hagelte auch Kritik, die Fahrzeuge belegten zu viel Platz auf Gehwegen. Paris verbot Trittbrettroller zum September.

Die Bird-Aktie war vor diesem Hintergrund schon länger auf Talfahrt. Die New Yorker Börse startete im September das Verfahren, um sie vom Handelsplatz zu nehmen, nachdem der durchschnittliche Börsenwert von Bird an mehr als 30 Tagen in Folge unter 15 Millionen Dollar lag.

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