Bahntechnik Alstom rüstet Sky Line-Bahn am Flughafen Frankfurt mit CBTC aus

Von Richard Oed * 2 min Lesedauer

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Mit der aktuellen Generation der digitalen und kommunikationsbasierten Zugsteuerung wird das seit 1994 bestehende Fahrgasttransportsystem fit für die Zukunft. Zuverlässigkeit und Fahrgastkomfort stehen dabei im Vordergrund.

Mit dem Einbau des neuen CBTC-Systems ist die Sky Line-Bahn am Flughafen Frankfurt fit für die Zukunft. (Bild:  Fraport / Stefan Rebscher)
Mit dem Einbau des neuen CBTC-Systems ist die Sky Line-Bahn am Flughafen Frankfurt fit für die Zukunft.
(Bild: Fraport / Stefan Rebscher)

Die Sky Line-Bahn am Flughafen Frankfurt ist seit März 2024 erstmals mit der neuesten Signaltechnik von Alstom unterwegs. Zusammen mit der Fraport AG wurde ein Computer-based Train-Control-(CBTC-)System der jüngsten Generation in den Wagen des automatischen Personentransportsystems implementiert. Im Zuge der Umrüstung erhält jedes der 18 vorhandenen Fahrzeuge vom Typ Innovia APM das neue CBTC-System. Die Umrüstung der gesamten Flotte soll in diesem Sommer beendet sein.

Störungsfreier Betrieb

Siddhant Tomar, Managing Director Digital & Integrated Systems für den Standort Berlin bei Alstom, erklärt: „Mit der reibungslosen Migration des Systems im laufenden Betrieb haben wir eine große Herausforderung gemeistert. Die neue Signaltechnik wird dazu beitragen, dass der Betrieb in den kommenden Jahrzehnten weiter sicher und störungsfrei durchgeführt werden kann.“ Dr. Udo Peter Banck, Senior Vice President Corporate Infrastructure Management & Project Management bei der Fraport AG, ergänzt: „Mit dem Einbau der neuen Technologie unseres Partners sind wir einen zukunftsweisenden Schritt für den störungsfreien Betrieb des bestehenden fahrerlosen Sky Line-Systems am Flughafen Frankfurt gegangen.“

Die als Hochbahn konzipierte Sky Line-Bahn am Flughafen Frankfurt ist seit 1994 in Betrieb und verbindet die Terminals 1 und 2 miteinander. Die 3,8 km lange und zweispurige Linie besitzt vier Stationen. Der Abstand zwischen zwei Zügen beträgt zwei bis drei Minuten, die Reisezeit circa fünf Minuten. Alstom ist Hersteller der Fahrzeuge und verantwortet zudem deren Betrieb und Instandhaltung. Das System transportiert rund zehn Millionen Fahrgäste pro Jahr und ist laut Alstom nahezu zu 100% verfügbar.

People Mover prädestiniert für Flughäfen

Das ursprünglich von der Firma Bombardier Transportation, die 2021 von Alstom übernommen wurde, entwickelte Innovia-System mit gummibereiften Fahrzeugen und einer Spurführung durch eine mittige Schiene, ist seit über 50 Jahren im Zubringerdienst von und zu Flughäfen, zwischen den Terminals oder in Städten unterwegs. Die fahrerlosen Züge bestehen aus einzelnen Wagen, die für einen flexiblen Betrieb gekoppelt werden können. Sie verkehren je nach den lokalen Anforderungen auf einem dedizierten unterirdischen, ebenerdigen oder aufgeständerten Fahrweg, ohne andere Verkehrsträger zu beeinflussen. Alstom lieferte nach eigenen Angaben weltweit mehr als 30 APM-Systeme (Automated People Mover Systeme). Sie sind auf zwölf der verkehrsreichsten Flughäfen im Einsatz.  (se)

* Richard Oed ist freier Mitarbeiter der ELEKTRONIKPRAXIS.

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