Luftfahrt Lufthansa, Fraport und zeroG führen Kamera seer am Frankfurter Flughafen ein

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Lufthansa und Fraport arbeiten daran, die Flugzeugabfertigung am Flughafen Frankfurt effizienter zu gestalten. Beide Unternehmen haben im Rahmen dessen eine Vereinbarung geschlossen und werden zusammen mit der Lufthansa-Tochter zeroG die Kameralösung seer einsetzen, die auf künstlicher Intelligenz basiert.

Lufthansa, Fraport und zeroG setzen am Flughafen Frankfurt auf die Kamera-basierende Computer-Vision-Lösung seer.(Bild:  Deutsche Lufthansa)
Lufthansa, Fraport und zeroG setzen am Flughafen Frankfurt auf die Kamera-basierende Computer-Vision-Lösung seer.
(Bild: Deutsche Lufthansa)

Mit Echtzeitdaten wollen Lufthansa, zeroG und Fraport den Turnaround-Prozess „transparenter, pünktlicher und effizienter gestalten“, wie es die drei Unternehmen ankündigten. Dabei wird jeder Abfertigungsschritt, vom Andocken der Fluggastbrücke über die Gepäckverladung bis hin zur Betankung auf den jeweiligen Flugzeugpositionen von einer Kamera erfasst. Im Anschluss versieht das KI-System die einzelnen Prozessschritte vollautomatisch mit Zeitstempeln. Somit steigt die Menge und die Qualität der verfügbaren Daten, die in einer zentralen Informationsbasis gebündelt werden.

Die KI-basierende Flugzeugabfertigung ist das Ergebnis einer Entwicklungs- und Pilotphase, die 2023 begann. Von Februar bis Mai 2024 haben Lufthansa und Fraport das System an ersten Flugzeugpositionen am Flughafen Frankfurt getestet. Inzwischen ist die Kameralösung an fünf Positionen im Einsatz. Bis voraussichtlich zum Ende des dritten Quartals steigt die Zahl der Positionen auf 20. Danach folgt der schrittweise, flächendeckende Ausbau am Flughafen Frankfurt.

KI optimiert Prozesse am Flughafen

Lufthansa bringt ihre operative Erfahrung in das Projekt ein und kombiniert diese mit der Flughafen-Know-how von Fraport. Die Anforderungen der Airline und des Airports kombiniert zeroG und entwickelt als technologischen Kern die gesamte zugrunde liegende KI- und Computer-Vision-Intelligenz hinter seer. „Wir treiben bei Fraport eine Vielzahl an KI-Lösungen voran, um die Prozesse an unseren Flughäfen zu optimieren, unsere Beschäftigten zu entlasten und die Zufriedenheit unserer Passagiere sowie unserer Kunden zu steigern“, betont Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. „Der KI-gestützte Turnaround ist hierfür ein perfektes Beispiel. Durch die gesteigerte Transparenz bei den Daten erhalten unsere Beschäftigten und unsere Partner ein präziseres Bild zu den einzelnen Schritten einer Flugzeugabfertigung und können hierauf die weiteren Arbeitsschritte anpassen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die jeweilige Abfertigung, sondern auch auf den gesamten Flughafenbetrieb aus.“ Und Manuel van Esch, Geschäftsführer von zeroG ergänzt: „Flugzeuge verdienen am Boden kein Geld – gleichzeitig finden hier die komplexesten Prozesse unter hohem Zeitdruck statt. Genau hier setzt unsere Lösung an: Mit Hilfe kameragestützter KI-Modelle machen wir Prozesse sichtbar, analysierbar und steuerbar – in Echtzeit. Das bringt nicht nur mehr Transparenz für Airlines und Flughafenbetreiber, sondern verbessert auch Pünktlichkeit und Ressourceneinsatz.“ (se)

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