Chip-Strategie Wird Denso Halbleiterhersteller Rohm schlucken?

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Sieben Milliarden Euro bietet Denso für den Halbleiterhersteller Rohm, wie einige Medien berichteten. Eine Ansage mit möglichen Folgen, denn eine Übernahme hätte auch Konsequenzen für die deutschen Chiphersteller Infineon und Bosch.

Sieben Milliarden Euro bietet Denso für den Halbleiterhersteller Rohm. Rohm hat sich bisher zum Angebot nicht geäußert.(Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
Sieben Milliarden Euro bietet Denso für den Halbleiterhersteller Rohm. Rohm hat sich bisher zum Angebot nicht geäußert.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

Der japanische Automobilzulieferer Denso plant, den landsmännischen Halbleiterhersteller Rohm zu übernehmen. Sieben Milliarden Euro will sich das die Nummer 2 in der Rangliste der globalen Tier-1-Zulieferer kosten lassen. Als größter Autozulieferer der Welt gilt Bosch. Sowohl Bosch als auch Denso fertigen selbst Chips, während die meisten Zulieferer in der Regel Halbleiter zukaufen. Der Zukauf von Rohm würde Bosch gewaltig unter Druck setzen.

Auch Infineon unter Druck

Ebenso könnte eine mögliche Rohm-Übernahme von Denso für Infineon Technologies schwierig werden. Die Automobilindustrie ist für die Münchner das wichtigste Geschäftsfeld und Denso zählt für den Halbleiterhersteller zu den wichtigsten Kunden. In Japan sieht sich Infineon als Nummer zwei der Halbleiterhersteller für die Autoindustrie mit einem Marktanteil von gut 13 Prozent, wie das Handelsblatt berichtete.

Rohm hat ein Angebot erhalten, wie das Unternehmen Ende der letzten Woche bekanntgab – ohne weitere Details zu geben. Denso will nach eigenen Aussagen alle Optionen im Rahmen seiner strategischen Partnerschaft mit Rohm prüfen – inklusive des Kaufs von Anteilen. Man habe allerdings noch keine Entscheidung getroffen.  (se)

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