Einfache Wallboxen ermöglichen lediglich das Aufladen von Elektrofahrzeugen. Sie verfügen über keine Internetverbindung und kein RFID. Die Vernetzung mit intelligenten Geräten ist nicht möglich. Diese einfach ausgestatteten Wandladestationen eignen sich für den privaten Bereich in Einfamilienhäusern. Sie ermöglichen keine Verbindung mit einer Photovoltaikanlage und sind nicht erweiterbar.
Im Gegensatz dazu gibt es smarte Wallboxen, die internetfähig sind. Sie sind zukunftsfähig und lassen sich mit anderen elektronischen Geräten über LAN, WLAN, Ethernet oder GSM vernetzen. Diese intelligenten Ladestationen sind mit der Photovoltaikanlage oder einem Smart Meter koppelbar. Sie können mit verschiedenen Komponenten erweitert werden, beispielsweise einem Kartenleser, und sind über eine App steuerbar.
Die App informiert über den Ladezustand. Mit dem Smart Meter wird der aktuelle Stromverbrauch überwacht und für einen optimalen Ausgleich an die Ladestation kommuniziert. Lastmanagement oder Stromabrechnungsservice können mit einer intelligenten Ladestation genutzt werden. Die Internet-Konnektivität ermöglicht die zentrale Erfassung aller Daten und Ladevorgänge und kann sie an ein Smartphone übermitteln.
Mit dem dynamischen Lastmanagement lassen sich mehrere Wallboxen an einem Standort gleichzeitig und effizient nutzen. Eine Erhöhung der Anschlussleistung ist nicht notwendig.
Ist eine bidirektionale Schnittstelle vorhanden, sind Aufladen des Fahrzeugs und Entnahme von Strom aus dem Fahrzeug zur Einspeisung in das Hausnetz oder das öffentliche Netz möglich.
Im geschäftlichen Umfeld bietet eine intelligente Wallbox den größten Nutzen. Zugangsrechte für Mitarbeiter können vergeben werden. Eine intelligente Abrechnung ermöglicht die Trennung für die betriebliche und private Nutzung. Ein Energiemanager als Software dient der Eigenverbrauchsoptimierung, wenn die Wallbox mit einer Photovoltaikanlage verbunden ist. Die Integration der Wandladestation in das Smart Home System ist möglich.
Wie sieht die Zukunft der smarten Wallbox aus?
Smarte Wallboxen sind mit ihrer intelligenten Technologie den Anforderungen der Zukunft gewachsen. Die Speicherung des mit Wind, Sonne oder Wasser erzeugten Stroms ist die größte Herausforderung. Die Energieerzeugung mit diesen erneuerbaren Energieträgern ist stark vom Wetter abhängig. Je nach Witterung können Überschüsse oder Mängel an Strom vorhanden sein.
Elektroautos speichern den erzeugten Strom zwischen und sorgen für den Ausgleich. Beim Anschluss einer intelligenten Wallbox mit einem Smart Meter an ein Stromnetz wird das angeschlossene Elektroauto automatisch mit Strom aufgeladen. Das Speicherpotential an überschüssigem Strom steigt mit der Zahl an Elektroautos im Straßenverkehr. Smarte Wallboxen leisten einen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes. Die intelligente Ladestation treibt die Energiewende voran.
Werden Wallboxes gefördert?
Eine Förderung der Wallbox durch die KfW ist nach einer kurzen Pause wieder für Privatpersonen und Vermieter möglich, die in Ein- oder Mehrfamilienhäusern eine Wallbox installieren. Voraussetzungen für eine solche Förderung sind eine Ladeleistung von exakt 11 kW sowie Kosten für Anschaffung und Installation von mindestens 900 Euro. Zusätzlich dürfen die Wandladestation nur mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.
Unternehmen, die eine Wallbox zum Aufladen ihrer Firmenfahrzeuge oder für die Aufladung der Elektrofahrzeuge ihrer Mitarbeiter nutzen wollen, konnten schon bislang keine Förderung durch die KfW erhalten. Doch auch für sie gibt es unter Umständen Chancen auf Subventionen. Abhängig vom Bundesland kann jedoch eine Förderung gewährt werden. Diese unterscheidet sich je nach Bundesland und wird nicht überall gewährt.
Stand: 08.12.2025
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Ein Beispiel für die Förderung, die von Unternehmen beansprucht werden kann, ist das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Für den Kauf und die Errichtung von Ladestationen werden bis zu 50 Prozent vom Bundesland gefördert. Die Förderung gilt ausschließlich für nichtöffentliche Ladepunkte wie Fuhrpark, für Mieter oder Mitarbeiter. Unternehmer, die sich in Sachen Wallbox und E-Mobilität beraten lassen, können vom Bundesland bis zu 50 Prozent der Beratungskosten, maximal 15.000 Euro, erstattet bekommen. Der Antrag auf Förderung muss vor dem Kauf der Wallbox gestellt werden.