ÖPNV nach Corona-Krise

Verkehrsunternehmen kämpfen um Rückkehr der Fahrgäste

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Neue Rabatt- und Abomodelle

Nicht zuletzt versuchen die Verkehrsunternehmen aber auch, finanzielle Anreize für die Rückkehr der Fahrgäste zu schaffen. Mehrere Anbieter haben neue Rabatt- und Abomodelle eingeführt, etwa Mehrfahrten oder auch Mehrtagestickets. Dazu gehören unter anderem der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) oder der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS).

Im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) wiederum haben Fahrgäste die Möglichkeit, für zehn Euro einen Monat lang 50 Prozent Nachlass auf jedes Einzelfahrticket zu erhalten. Auch in Leipzig gibt es ein ähnliches Modell.

Zwei Wochen bundesweit ohne Zusatzkosten fahren

Die Unternehmen haben gemeinsam mit dem Branchenverband zudem noch eine weitere Aktion für Abo-Kunden aufgelegt: Wer ein gültiges ÖPNV-Abo besitzt, soll für zwei Wochen zwischen dem 13. und dem 26. September bundesweit in sämtlichen regionalen Verkehrsverbünden das Bus- und Bahn-Angebot ohne Zusatzkosten nutzen dürfen. Die Zusage einzelner Verbünde stehe noch aus, 90 Prozent hätten aber bereits ihre Teilnahme an der Aktion bestätigt, hieß es vom VDV. Das Angebot richtet sich demnach auch an Neukunden, die rechtzeitig zum September ein ÖPNV-Abo abschließen.

Aus Sicht des Fahrgastverbands Pro Bahn gehen solche Aktionen „in die richtige Richtung“, wie Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann am Donnerstag sagte. Das Problem des ÖPNV sei aber eine zerklüftete Struktur mit zahlreichen Verkehrsverbünden mit jeweils eigenen Tarifen, Angeboten und Reichweiten. „Das ist nach wie vor das große Manko“, sagte Naumann: „Sie können eben keine einheitliche Werbung machen, wenn Sie keine einheitlichen Angebote haben.“

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