Elektromobilität TransnetBW und Mercedes-Benz wollen Ladeinfrastruktur intelligent steuern

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Im Rahmen eines Pilotprojekts zur intelligenten Steuerung von Ladeinfrastruktur hat der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz in Sindelfingen rund 140 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride an die Netzstatusanzeige der StromGedacht-App angeschlossen. Mit Hilfe der Schnittstelle verringern die Ladepunkte bei angespannten Netzsituationen automatisch die Last. Das trägt zur Stabilisierung des Stromnetzes bei.

Stromnetz in Balance: TransnetBW und Mercedes-Benz erproben die intelligente Steuerung von Ladeinfrastruktur.(Bild:  TransnetBW)
Stromnetz in Balance: TransnetBW und Mercedes-Benz erproben die intelligente Steuerung von Ladeinfrastruktur.
(Bild: TransnetBW)

Der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien erhöht die Volatilität der Stromverfügbarkeit. Gleichzeitig steigt der Strombedarf, nicht zuletzt durch den Markthochlauf der Elektromobilität. Um das Stromnetz in Balance zu halten, bedarf es einer branchenübergreifenden Zusammenarbeit und dem Aufsetzen intelligenter Maßnahmen. Das seit September 2023 laufende Projekt zeigt die Machbarkeit und den nachhaltigen Nutzen der intelligenten Steuerung im Hinblick auf die steigende Volatilität der Stromverfügbarkeit bei gleichzeitig steigendem Strombedarf.

Machbarkeit nachgewiesen

Für die Mercedes-Benz-Beschäftigten stehen am Standort Sindelfingen in den umliegenden Parkhäusern rund 1.000 Ladepunkte für Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge mit jeweils 22 kW Leistung zur Verfügung. Wenn alle Fahrzeuge gleichzeitig laden, bedeutet das eine Leistungsspitze für das örtliche Stromnetz. In einem Pilotversuch haben TransnetBW und Mercedes-Benz im September 2023 rund 140 dieser Ladepunkte am Standort des Automobilherstellers in Sindelfingen an die StromGedacht-API angebunden und in den vergangenen Monaten die Machbarkeit einer intelligenten Netzstabilisierung erprobt.

Maßnahmen bei Netzengpässen ergreifen

Seit Beginn des Pilotprojekts hat StromGedacht insgesamt viermal das Orange-Signal ausgelöst, das einen möglichen Netzengpass für Baden-Württemberg vorhersagt. In diesen Situationen muss TransnetBW zusätzliche Netzengpassmaßnahmen ergreifen, um das Übertragungsnetz stabil zu halten. Durch die automatisierte, temporäre Lastreduzierung der angeschlossenen Ladepunkte auf eine Ladeleistung von 7,0 kW konnte im Pilotprojekt eine nachweisbare Energieminimierung während der Orange-Phasen erzielt werden. Allein im Januar 2024 führte eine vierstündige Leistungsreduzierung zu einer Reduktion von 154 kWh. Das entspricht einer Energieeinsparung während der Orange-Phase von 6 Prozent. Nach Ende der Orange-Phase wurden alle angeschlossenen Fahrzeuge mit der vollen Ladeleistung geladen.

Was verbirgt sich hinter „StromGedacht“?

StromGedacht ist eine App des Übertragungsnetzbetreibers TransnetBW. Sie startete im November 2022 und zählt, Stand Mai 2024, über 281.000 Downloads. Die App informiert über den Status des Stromnetzes in Baden-Württemberg und weist per Push-Nachricht darauf hin, wann es sinnvoll ist, den Stromverbrauch anzupassen. Für Unternehmen und Smart-Home-User bietet TransnetBW eine kostenfreie Datenschnittstelle an. (se)

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