Elektromobilität Stellantis zieht sich aus Joint Venture NextStar Energy zurück

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Stellantis steigt aus NextStar Energy, dem 2022 gegründeten Joint Venture mit LG Energy Solutions aus. Der Autobauer verkauft seine Anteile von 49 Prozent an LG Energy.

Stellatis verkauft seine Anteile an NextStar Energy an seinen Joint-Venture-Partner LG Energy.(Bild:  Stellatis)
Stellatis verkauft seine Anteile an NextStar Energy an seinen Joint-Venture-Partner LG Energy.
(Bild: Stellatis)

NextStar Energy wurde mit dem Ziel gegründet, Kanadas erste große Batterieproduktionsstätte in Windsor, Ontario, zu errichten. Das Unternehmen soll auch nach dem Stellantis-Ausstieg eine belastbare und wettbewerbsfähige Grundlage für die Zukunft von Kanadas Batterieproduktion schaffen. Der Eigentumswechsel ist eine einvernehmliche, strategische Entscheidung beider Anteilseigner.

NextStar Energy soll von Mutter LG profitieren

Im Rahmen der neuen Eigentümerstruktur wird NextStar Energy das technologische und globale operative Know-how von LG Energy Solution nutzen, um vor allem den Energiespeichersystem- sowie den Mobilitätsmarkt bedienen, auf sich immer wieder schnell ändernde Marktbedingungen reagieren und auf eine wachsende Nachfrage eingehen zu können. Stellantis wird weiterhin zur Kundschaft zählen und wird Batterieprodukte von NextStar Energy beziehen.

Mitarbeiterzahl soll langfristig wachsen

Das Werk von NextStar Energy ist ein Grundpfeiler des kanadischen Sektors für Fertigung und saubere Energie, der die Batterieproduktion in dem Land verankert, die nordamerikanische Batterielieferkette stärkt und die langfristige industrielle Wettbewerbsfähigkeit Kanadas unterstützt. Bis heute wurden mehr als 3,1 Milliarden Euro in die Anlage investiert. Aktuell sind dort über 1.300 Mitarbeitende beschäftigt. Auf lange Sicht soll die Belegschaft bei voller Produktion auf 2.500 Mitarbeiter anwachsen.

Ausrichtung über Elektrofahrzeuge hinaus

LG Energy Solution gilt als das größte Batterieunternehmen in Nordamerika und bedient verschiedene Applikationsbereiche, Chemikalien und Formate. Nach Abschluss dieser Akquisition wird das Unternehmen vier eigenständige Werke und vier Joint-Venture-Anlagen in der Region betreiben. Weil der globale Batteriemarkt über Elektrofahrzeuge hinaus in verschiedene Sektoren wie ESS, Robotik, Urban Aerial Mobility und Schiffe expandiert, richtet LG Energy Solution sein Portfolio strategisch neu aus und verbessert die Betriebseffizienz. Das Unternehmen verlagert die Produktionskapazität zwischen Elektrofahrzeugen und Energiespeichersystemen, um neue Investitionen zu minimieren und gleichzeitig die Auslastung bestehender Produktionslinien weltweit zu maximieren. Diese strategische Verschiebung zielt darauf ab, die globale ESS-Produktionskapazität in diesem Jahr auf über 60 GWh zu erhöhen, wobei sich mehr als 50 GWh dieser Kapazität auf Nordamerika konzentrieren.  (se)

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