Automatisiertes Fahren Sensorsäulen in Braunschweig analysieren Verkehrsgeschehen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat im Rahmen des Projekts Managed Automated Driving Urban zusammen mit dem Forschungszentrum Informatik, Intel, GFT, Balluff und Vitronic in Braunschweig zwei Sensorsäulen aufgestellt. Ziel des Projekts ist es, durch eine frühzeitige Erkennung schwieriger Verkehrssituationen, die Sicherheit im Umfeld automatisierter Fahrzeuge zu verbessern.

Im Rahmen des Forschungsprojekts MAD Urban wurden Anfang April in Braunschweig neue Sensorsäulen aufgestellt, die zukünftig den Verkehr analysieren. (Bild:  DLR)
Im Rahmen des Forschungsprojekts MAD Urban wurden Anfang April in Braunschweig neue Sensorsäulen aufgestellt, die zukünftig den Verkehr analysieren.
(Bild: DLR)

Am Tostmannplatz in Braunschweig wurden als Teil des Projekts Managed Automated Driving Urban (MAD Urban) am 3. April 2025 zwei Sensorsäulen aufgestellt. Diese verfügen über verschiedene Sensoren und Rechner, die zu Forschungszwecken den Verkehr aufzeichnen und analysieren. „Automatisierte Fahrzeuge haben bereits einen großen Vorteil gegenüber menschlichen Fahrern, weil sie gleichzeitig in verschiedene Richtungen schauen können“, erklärt Julian Schindler, technischer Projektleiter am DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik den Zweck der Säulen. „Dennoch gibt es viele Situationen, in denen das nicht ausreichend ist. Häufig werden Fahrzeuge, Fußgänger oder Radfahrer von anderen Fahrzeugen, Verkehrszeichen oder Büschen verdeckt und erscheinen so erst sehr spät im Sichtbereich der Fahrzeuge. Wenn diese die Situation von anderen Positionen aus betrachten könnten, würde dadurch die Sicherheit deutlich erhöht werden.“ Deshalb erweitert das DLR in Zusammenarbeit mit der Stadt Braunschweig das Testfeld Niedersachsen am Tostmannplatz und prüft im Projekt MAD Urban zusammen mit dem FZI, Intel, GFT, Balluff und Vitronic verschiedene Sensorarten, die an unterschiedlichen Positionen an der Straße verbaut sind. So sollen automatisierte Fahrzeuge mit Hilfe der zusätzlich aufgebauten Sensoren frühzeitig kritische Situationen erkennen können. Im Projekt will man darüber hinaus prüfen, wie gut sich die jeweiligen Sensoren dafür eignen, den Verkehr in unterschiedlichen Situationen und Wetterlagen zu analysieren.

Digitaler Zwilling

Im Projekt MAD Urban werden Fahrzeuge vom DLR und FZI über den Tostmannplatz fahren, die auf die Sensorsäulen bei der Wahrnehmung zurückgreifen. Darüber hinaus sollen auch Fahrempfehlungen zur geeignetsten Geschwindigkeit und Fahrspur an die automatisierten Fahrzeuge weitergegeben werden. So will man die vollständige Steuerung dieser Fahrzeuge durch die Straßentechnik erproben. Hierzu werden alle Projektbeteiligten die Daten der einzelnen Sensoren zusammenfügen, um ein großes Gesamtbild aller Verkehrsteilnehmenden und Hindernisse auf der Kreuzung zu erzeugen. Daraus entsteht ein digitaler Zwilling. Das könnte in Zukunft von der Stadt dazu genutzt werden, den Verkehr effizienter zu lenken, indem beispielsweise Ampeln an den jeweiligen Verkehr angepasst gesteuert werden.  (se)

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