Maritime Anwendungen Seegängige Erprobungsplattform für Antriebssysteme und autonomes Fahren

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat am 16. Februar 2016 mit dem Bau einer seegängige Technologieplattform begonnen, die sich als ein schwimmendes Labor mit verschiedenen Forschungsthemen beschäftigen wird. Das sind zum Beispiel klimaverträgliche Antriebe, autonome Fahren sowie Projekte zur Sicherheits- und Verteidigungsforschung.

So soll zukünftig die seegängige Technologieplattform aussehen. Sie soll als schwimmendes Labor dabei helfen, klimaverträgliche Antriebe zu erforschen und weiterzuentwickeln. (Bild:  DLR)
So soll zukünftig die seegängige Technologieplattform aussehen. Sie soll als schwimmendes Labor dabei helfen, klimaverträgliche Antriebe zu erforschen und weiterzuentwickeln.
(Bild: DLR)

Das 48 m lange und 11,5 m breite Schiff wird Platz für maximal 20 Personen bieten und vor allem auf der Nord- und Ostsee für ein- bis mehrtägige Versuchsfahrten unterwegs sein.

An seinem Standort in Kiel baut das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) derzeit die landseitige Testinfrastruktur für die Plattform auf. Sie soll die Entwicklung und Erprobung maritimer Energiesysteme ermöglichen. Durch die Sensorik an Land und auf dem Schiff können lassen sich umfassende Daten sammeln. Mit diesen Daten ist es möglich, durch Simulationen Aussagen über mögliche Betriebszustände zu treffen. „Die Plattform ist schiffbaulich so konzipiert, dass unterschiedliche maritime Systeme modular integriert und wieder ausgetauscht werden können. Diese konstruktive Flexibilität ist international außergewöhnlich. Sie ermöglicht es, neue Technologien unter realen Betriebsbedingungen systematisch zu erproben und frühzeitig in Richtung Zertifizierungsfähigkeit und Skalierbarkeit weiterzuentwickeln“, erklärt Dr. Gesa Ziemer, Abteilungsleiterin am DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme Besonderheit der neuen Plattform.

Fertigstellung 2027

Nach dem Schnitt der ersten Stahlplatte am 16. Februar fertigt man in Flensburg Stück für Stück der Rumpf. Alle Großkomponenten des Antriebs, der Elektrotechnik und der Manövrieranlagen werden hier eingebaut.

Voraussichtlich im Herbst soll die Überführung des Rohbaus zur Lloyd Werft nach Bremerhaven erfolgen. Dort wird das Schiff endausgerüstet. Es findet der Innenausbau und die Fertigstellung der Elektrotechnik statt. Die Lloyd Werft Bremerhaven ist vom DLR federführend mit dem Bau beauftragt und hat den Rohbau als Unterauftrag an die FSG Shipyard in Flensburg übergeben. Nach der Fertigstellung 2027 soll das Schiff seinen Heimathafen in Kiel haben. (se)

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