Batterietechnik Schwerpunkt Natrium-Batterien: BAM, HZB und HU nehmen Berlin Battery Lab in Betrieb

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Feierliche Einweihung: Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, das Helmholtz-Zentrum Berlin und die Humboldt-Universität zu Berlin haben das gemeinsame Berlin Battery Lab offiziell eingeweiht. Hier arbeiten die Partner an rohstoffschonenden Batterietechnologien und setzen einen Fokus auf Natrium-Akkus.

Feierliche Eröffnung des Berlin Battery Lab: Prof. Bernd Rech, Prof. Julia von Blumenthal, Dr. Ina Czyborra, Prof. Philipp Adelhelm, Prof. Ulrich Panne, Saskia Vormfelde, Dr. Tim Fellinger und Prof. Yan Lu (vlnr.).(Bild:  BAM)
Feierliche Eröffnung des Berlin Battery Lab: Prof. Bernd Rech, Prof. Julia von Blumenthal, Dr. Ina Czyborra, Prof. Philipp Adelhelm, Prof. Ulrich Panne, Saskia Vormfelde, Dr. Tim Fellinger und Prof. Yan Lu (vlnr.).
(Bild: BAM)

Bereits seit einiger Zeit macht Berlin als Standort für die Batterieforschung von sich reden mit besonderem Fokus auf Natrium-Ionen- oder Lithium-Schwefel-Akkus. Daher haben die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und die Humboldt-Universität (HU) das Berlin Battery Lab ins Leben gerufen.

Abhängigkeiten von kritischen Rohstoffen reduzieren

Mit dem Berlin Battery Lab schaffen BAM, HU und HZB eine Forschungsumgebung, die Grundlagenforschung, Materialentwicklung, Zellfertigung und Sicherheitstests an einem Standort systematisch zusammenführt. Damit schließt das Berlin Battery Lab eine wesentliche Lücke auf dem Weg zur industriellen Anwendung. Insbesondere Start-ups und technologieorientierte Unternehmen sollen profitieren: Das Labor ist offen für Kooperationen und soll die Entwicklung lokal produzierter, nachhaltiger Batterietechnologien maßgeblich unterstützen. „Das Berlin Battery Lab steht beispielhaft für die Stärke Berlins, Spitzenforschung und technologischen Bedarf gezielt zusammenzuführen – in enger Kooperation dreier herausragender Akteure und auf direktem Wege von der Forschung in die Anwendung. Batterieforschung ist eine Schlüsseltechnologie in der High-Tech-Agenda. Das Berlin Battery Lab stärkt die technologische Souveränität Deutschlands, indem es Abhängigkeiten von kritischen Rohstoffen reduziert und die Resilienz zentraler Wertschöpfungsketten erhöht“, erklärte Wissenschaftssenatorin Dr. Ina Czyborra während der feierlichen Eröffnung und unterstreicht: „Diese gesamtstaatlichen Aufgaben lassen sich nur im Schulterschluss bewältigen – mit einem klaren gemeinsamen Engagement von Ländern und Bund, auch in Form passender Förderinstrumente. Das Land Berlin unterstützt dieses Ziel sehr gern und stellt für das Berlin-Battery-Lab in den Jahren von 2026 bis 2028 rund 2,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zusätzlich zur Verfügung.“

Prof. Dr. Ulrich Panne, Präsident der BAM betont die Notwendigkeit der Zusammenarbeit: „Viele neue Batterietechnologien werden maßgeblich in Deutschland erforscht, finden aber nicht schnell genug den Weg in die Anwendung. Genau hier setzt das Berlin Battery Lab an: Wir bringen in Berlin Forschung, Entwicklung und Zellbau zusammen, berücksichtigen dabei Sicherheitsaspekte und Regelsetzung, um nachhaltige Innovationen in die Praxis zu bringen.“

Gebündeltes Know-how

Für Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der HU sind „Batterien eine Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Energieversorgung der Zukunft“ und sie freut sich über die gebündelte Expertise der drei Einrichtungen, um die Batterieforschung voranzutreiben: „Das Berlin Battery Lab wird die gesamte Forschungskette abdecken, die Zusammenarbeit mit Unternehmen erleichtern und die Prozesse bis hin zur praktischen Anwendung beschleunigen. Das Berlin Battery Lab schafft Innovationen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Lösung einer der zentralen Herausforderungen unserer Zeit.“

Prof. Dr. Bernd Rech, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZB ergänzt: „Im Berlin Battery Lab bringen wir unsere unterschiedlichen Kompetenzen zusammen, um die Entwicklung und den Technologietransfer in die Industrie zu beschleunigen. Am HZB bauen wir dafür ein neues Pouch-Zellen-Labor für Natrium-Ionen-Batterien auf und stellen neueste Charakterisierungsmethoden an BESSY II zur Verfügung.“ (se)

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