Flugtaxi Scheitert Volocopter an Paris?

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Vorteile von Airmobility im Rahmen der Olympischen Spielen in Paris mit seinem Volocity einem breiten Publikum zu demonstrieren – das ist das Ziel des eVTOL-Herstellers Volocopter. Doch das könnte nun an der französischen Hauptstadt selbst scheitern.

Verhindert die Stadt Paris die angedachten Testflüge des Volocity von Volocopter zu den Ende Juli 2024 startenden Olympischen Spielen?(Bild:  Stefanie Eckardt)
Verhindert die Stadt Paris die angedachten Testflüge des Volocity von Volocopter zu den Ende Juli 2024 startenden Olympischen Spielen?
(Bild: Stefanie Eckardt)

Zu den Olympischen Spielen in Paris will eVTOL-Hersteller Volocopter die Premiere seines Flugtaxis Volocity feiern. Doch dieses Vorhaben droht nun fehlzuschlagen. Dabei konnte sich das Unternehmen noch im Juni über grünes Licht vom französischen Verkehrsminister Patrice Vergriete freuen, der Testflüge zu Olympia genehmigte.

Verkehrsministerium erteilte Testgenehmigung

Ursprünglich hat das Bruchsaler Unternehmen einen kommerziellen Betrieb in der Gegend rund um Paris geplant. Doch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (European Union Aviation Safety Agency, Easa) hat den Volocity noch nicht zertifiziert und die Zertifizierung wird auch aller Wahrscheinlichkeit nach nicht bis zur Eröffnung der Spiele am 26. Juli 2024 erfolgen. Daher sollen nun in Zusammenarbeit mit Flughafenbetreiber ADP wenigstens Demonstrationsflüge stattfinden, die das französische Verkehrsministerium genehmigte. „Wir werden mit dieser Weltneuheit während der Olympischen Spiele experimentieren“, erklärte Patrice Vergriete im Gespräch mit der Zeitung „Le Parisien“. Er machte allerdings deutlich, dass die Genehmigung nur für einen begrenzten Zeitraum gelte und auch nicht für die breite Öffentlichkeit. „Während der Spiele wird es einige Testflüge geben. Wenn wir sehen, dass sie nicht effektiv sind und zu viel Lärm machen, werden wir unsere Konsequenzen ziehen.“ Vergriete sieht aber in den Flugtaxis „einen technologischen Fortschritt, der von Nutzen sein könnte“. Die Erlaubnis gilt für die Flugverbindung zwischen dem Hubschrauberlandeplatz Issy-les-Moulineaux im Südwesten von Paris und einem zu einem Vertiport umfunktionierten Lastkahn auf der Seine nahe dem Bahnhof Austerlitz im Südosten der Stadt. Dieser darf bis zum 31. Dezember 2024 täglich zwischen 08 und 17 Uhr betrieben werden. Genehmigt sind maximal 900 Flüge.

Kritik und Gegenwehr

An dem geplanten und genehmigten Vorhaben äußerten die staatliche Umweltbehörde, der Pariser Stadtrat sowie eine Reihe von Lokalpolitikern nicht nur heftige Kritik – die Stadt Paris leitet dagegen rechtliche Schritte ein. Die Stadtverwaltung will eine einstweilige Verfügung gegen den testweisen Einsatz von Flugtaxis während der Olympischen Sommerspiele beantragen. „Flugtaxis sind eine ökologische Absurdität für Ultrareiche“, äußerte sich der Umweltbeauftragte der Stadt, Dan Lert. Ein Flug mit dem elektrisch betriebenen Flugtaxi verbrauche 30-mal mehr Energie als eine Fahrt mit der U-Bahn und stoße 45-mal mehr Treibhausgase aus, so Lert.

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