Schaeffler-Erwerbsangebot für Vitesco Schaeffler sichert sich fast 80 Prozent der Vitesco-Aktien

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Am 15. Dezember 2023 ist die Frist für die Annahme des öffentlichen Erwerbsangebots der Schaeffler AG für alle ausstehenden Vitesco-Aktien ausgelaufen. Wie ist nun der Stand, kommt es zu einer Verschmelzung? Die Zeichen dafür stehen gut.

Klaus Rosenfeld, der Vorsitzende des Vorstands der Schaeffler AG auf der Schaeffler-Jahrespressekonferenz 2019.(Bild:  Schaeffler AG)
Klaus Rosenfeld, der Vorsitzende des Vorstands der Schaeffler AG auf der Schaeffler-Jahrespressekonferenz 2019.
(Bild: Schaeffler AG)

Die Frist für das freiwillige öffentliche Erwerbsangebot der Schaeffler AG für den börsennotierten Automobilzulieferer für Antriebstechnologien, Vitesco Technologies, ist am 15. Dezember 2023 beendet worden, und am 20. Dezember 2023 verkündeten die Verantwortlichen von Schaeffler den Ausgang der Aktion.

Demnach war das Erwerbsangebot erfolgreich, denn es konnten fast zwölf Millionen Vitesco-Aktien angedient werden (genauer: 11.957.629 Stück). Damit beträgt der Anteil der Schaeffler AG an Vitesco rund 30 Prozent, zusätzlich zu dem 49,94-prozentigen Anteil der IHO Holding. Die IHO Holding ist die strategische Management-Holding der Familie Schaeffler. De facto hält die Familie nach Vollzug des Erwerbsangebots 79,82 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte an Vitesco. Wie geht es jetzt weiter? 

Alle erforderlichen regulatorischen Freigaben liegen vor

Der Vollzug des Erwerbsangebots und die damit verbundene Zahlung der Angebotsgegenleistung wird den Aussagen vom 20. Dezember zufolge für den 5. Januar 2024 erwartet. „Mit dem Ergebnis des Erwerbsangebotes sind wir sehr zufrieden. Die Schaeffler AG wird ab 5. Januar 2024 mit rund 30 Prozent an der Vitesco Technologies Group AG beteiligt sein. Das ist etwas mehr als wir erwartet hatten und eine sehr gute Basis, um die Transaktion weiter wie geplant umsetzen zu können“, so Klaus Rosenfeld, der Vorsitzende des Vorstands der Schaeffler AG. Mit dem Vollzug des Erwerbsangebots wird der erste Schritt der dreistufigen Gesamttransaktion abgeschlossen sein. 

Anfang Februar, am 2. Februar 2024, lädt Schaeffler zur außerordentlichen Hauptversammlung sowie zur gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre, um mit der Abstimmung über die Vereinheitlichung der Aktiengattungen von Schaeffler den zweiten Schritt zu machen. Das Ziel ist es, über die geplante Umwandlung der nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien in Stammaktien mit vollem Stimmrecht abzustimmen, welche gemeinsam mit der Verschmelzung der Unternehmen wirksam werden soll.

One Share, One Vote bei Schaeffler

Die Umwandlung bringt den Anteilseignern der Schaeffler AG spürbare Vorteile, denn künftig werden alle Aktionäre stimmberechtigt sein. Damit gilt dann das Prinzip „one share, one vote“. Dies bedeutet, dass die Stimmkraft eines Aktionärs direkt proportional zu seiner Anzahl an gehaltenen Aktien ist.

„One share, one vote“ wird oft als demokratischere Form der Unternehmensführung betrachtet, da sie sicherstellt, dass alle Aktionäre, unabhängig von ihrer Anzahl an Aktien, die gleiche Stimmgewalt haben. Den Worten der Verantwortlichen zufolge hatte sich der Kapitalmarkt in der Vergangenheit wiederholt eine größere Teilhabe am Unternehmen gewünscht.

Zustimmung der Hauptversammlung zur Verschmelzung

Bevor die Schaeffler AG und Vitesco Technologies Group AG ein Unternehmen werden, muss zuvor der dritte Schritt der Gesamttransaktion durchgeführt werden. Es wird die Zustimmung der Hauptversammlung beider Unternehmen verlangt. Voraussichtlich findet am 24. April 2024 die Versammlung von Vitesco statt, am 25. April die Versammlung von Schaeffler. Die Verschmelzung beider Unternehmen wird im vierten Quartal 2024 erwartet. 

All diese Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der Schaeffler AG. Die Verantwortlichen von Vitesco haben sich nicht offiziell geäußert.

Spannende Vorgänge, denn Vitesco war erst im Jahr 2021 unabhängig von Continental geworden. Die IHO Holding hält neben 49,9 Prozent der Aktien an der Vitesco Technologies Group AG und 100 Prozent der Stimmrechte an der Schaeffler AG obendrein 46 Prozent der Aktien an der Continental AG. Die Automotive-Sparte von Conti muss in den kommenden Jahren sparen. (sb)

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