Künstliche Intelligenz Projekt ZoneZ erforscht KI-gestützte Verkehrssicherheit

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Im Projekt zoneZ wollen ZKW, die Fachhochschule Wiener Neustadt und das Austrian Institute of Technology mit weniger Elektronik in Fahrzeugen für mehr Sicherheit von Verkehrsteilnehmern sorgen. Das drei Unternehmen arbeiten an einer neuen Architektur von Steuergeräten, die nicht nur weniger Kabel im Fahrzeug benötigt, sondern auch die Struktur von Software- und Sensorik erheblich vereinfacht.

ZKW, die FHWN und das AIT arbeiten an einer neuen Architektur von Steuergeräten, die nicht nur weniger Kabel im Fahrzeug benötigt, sondern auch die Struktur von Software- und Sensorik erheblich vereinfacht.(Bild:  ZKW Group)
ZKW, die FHWN und das AIT arbeiten an einer neuen Architektur von Steuergeräten, die nicht nur weniger Kabel im Fahrzeug benötigt, sondern auch die Struktur von Software- und Sensorik erheblich vereinfacht.
(Bild: ZKW Group)

„Unser Ziel ist es, innovative Lichtfunktionen im Fahrzeug zu entwickeln. Das Konzept des Software Defined Vehicle eröffnet neue Möglichkeiten, indem es Informationen von Umgebungssensoren wie Kamera, Laserscanner und Radar in Echtzeit nutzt. Um intelligente Lichtsysteme anbieten zu können, ist es für uns wichtig, SDV-Architekturen und die Funktionsteilung zu verstehen. In diesem Projekt wurden die Grundlagen hierfür entwickelt und neue Lösungsansätze erarbeitet“, erklärt Dr. Christian Amsel, CTO der ZKW Group.

Mit zunehmender Komplexität heutiger und zukünftiger Fahrzeuge – auf dem Weg zum autonomen Fahren – gewinnt insbesondere das Thema Sicherheit im Straßenverkehr an Bedeutung. Vor allem der Schutz vulnerabler Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger, Radfahrer oder Rollerfahrer, steht im Fokus zukünftiger Mobilitätslösungen. An dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt zoneZ an, das von ZKW mit der Fachhochschule Wiener Neustadt (FHWN) und dem Austrian Institute of Technology (AIT) umgesetzt wurde. Das Ziel bestand in der Entwicklung einer neuen Steuergerätearchitektur, die die Kabelkomplexität im Fahrzeug reduziert und die Software- und Sensorikstruktur maßgeblich vereinfacht. Zudem forscht der Zulieferer an einem optimierten Energiemanagement für zonale Architekturen, um die Batterie zu schützen und bei Lastspitzen den Energieverbrauch zu regeln.

Ziel des Projekts ist es, eine neue Steuergerätearchitektur zu entwickeln, die die Kabelkomplexität im Fahrzeug reduziert und die Software- und Sensorikstruktur maßgeblich vereinfacht. (Bild:  ZKW Group)
Ziel des Projekts ist es, eine neue Steuergerätearchitektur zu entwickeln, die die Kabelkomplexität im Fahrzeug reduziert und die Software- und Sensorikstruktur maßgeblich vereinfacht.
(Bild: ZKW Group)

KI versus menschlicher Fahrer

ZKW und die FHWN haben an KI-Algorithmen zur Erkennung schwächerer Verkehrsteilnehmer gearbeitet. Zukünftig soll die künstliche Intelligenz einspringen, wenn die Person, die das Fahrzeug steuert, einen anderen Verkehrsteilnehmer übersieht. So erhofft man sich, dass gefährliche Situationen und Unfälle vermieden werden. „Das Softwaresystem soll Rad- und Rollerfahrer sowie Fußgänger im Fahrzeugumfeld zuverlässig erkennen, auch bei Regen, Dunkelheit und Nebel“, erklärt Dr. Amsel.

Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Fusion von Sensordaten aus Kamera, Radar und Lidar, die vom AIT koordiniert wurde. Parallel dazu entwickelte ZKW einen funktionsfähigen Steuergerät-Prototyp. Anhand dieses Demonstrators, der eine Fahrzeugfront abbildet, kann die Auswertung von Sensordaten und KI-Anwendungen praxisnah erprobt werden. Das Projekt kann nun als Basis für eine neue Architektur dienen, die gemeinsam mit Fahrzeugherstellern zur Serienreife geführt werden soll.  (se)

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