Alternative Antriebe in der Luftfahrt Projekt H2Sky: Neuartiger Brennstoffzellen-Stack für die Luftfahrt

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

Mit H2Sky fand eines der umfangreichsten Projekte zur Entwicklung wasserstoffbasierter Brennstoffzellentechnologien für die Luftfahrt in Deutschland seinen Abschluss. Im Rahmen des Projekts wurde ein Brennstoffzellen-Stack speziell für den Einsatz in der Luftfahrt entwickelt und demonstriert.

Beim Projektabschluss am 26. März 2026 in Dettingen an der Erms zeigten die Partner von von H2Sky ihren neuentwickelten Brennstoffzellen-Stack für die Luftfahrtindustrie.(Bild:  Gaby Höss | Aerostack GmbH)
Beim Projektabschluss am 26. März 2026 in Dettingen an der Erms zeigten die Partner von von H2Sky ihren neuentwickelten Brennstoffzellen-Stack für die Luftfahrtindustrie.
(Bild: Gaby Höss | Aerostack GmbH)

H2Sky wurde im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) mit rund 26,5 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Ziel des Projekts war die Entwicklung eines luftfahrttauglichen Brennstoffzellen-Stacks, unter Berücksichtigung der hohen Anforderungen der Luftfahrt an Leistungsdichte, Effizienz, Zuverlässigkeit und Lebensdauer. Das NIP wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt „Klimafreundliche Mobilität wird dort erfolgreich sein, wo Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen. In der Luftfahrt spielt Wasserstoff dabei eine Schlüsselrolle“, unterstreicht Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder mit Nachdruck und betont: „Projekte wie H2Sky zeigen eindrucksvoll, dass Erfindergeist und Technologie Made in Germany direkt zu Fortschritten auf dem Weg zu einem emissionsarmen Flugverkehr führen.“

Starke Partnerschaften

Das Projekt wurde als Konsortialleistung unter der Führung von Aerostack, einem Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und Elring Klinger zur Entwicklung und Kommerzialisierung von Brennstoffzellen für die Zivilluftfahrt, umgesetzt. Weitere Partner sind EKPO Fuel Cell Technologies, Hahn-Schickard, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, die Technische Universität München, das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg sowie die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. „Im Projekt H2Sky konnten wir die Brennstoffzellentechnologie gezielt für die Anforderungen der Luftfahrt weiterentwickeln und ihren technologischen Reifegrad deutlich steigern. Die Ergebnisse bilden eine belastbare Grundlage für weitere Entwicklungsschritte, um die Marktreife der Technologie vorzubereiten“, so Dr. Torsten Stengel, CEO von Aerostack.

Luftverkehr dekarbonisieren

Projekte wie H2Sky legen die Grundlage, um Maßnahmen für den systematischen Aufbau einer technologischen und industriellen Basis für klimafreundliche Antriebslösungen im Luftverkehr zu entwickeln. Im Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie in der Luftfahrt werden mittel- bis langfristig große Potenziale zur Defossilisierung des Verkehrssektors gesehen. (se)

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