Vollständige Interoperabilität Projekt AutoLog: Automatisiertes Fahren in Logistikzentren

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Im Projekt AutoLog forschen Volkswagen, Deutsche Telekom, das Bremer Institut für Produktion und Logistik und Unikie an fahrerlosen Fahrzeugen auf Autoterminals, um für mehr Sicherheit, Effizienz und Klimaschutz zu sorgen. Begonnen wurde damit in Emden, den drittgrößten Automobilhafen in Europa. Speziell Unikie ist hier für die Steuerung der automatisierten Fahrzeuge verantwortlich.

Die Logistik des Volkswagen Konzerns steuert ein Netzwerk über 12 Marken, 120 Fertigungsstätten und Modellen von Motorrädern über Kleinwagen bis hin zu Fahrzeugen der Luxusklasse, Bussen und schweren Lastkraftwagen. Im Projekt AutoLog forscht man daher an automatisierten Fahrzeugen auf Autoterminals.(Bild:  Volkswagen Konzernlogistik)
Die Logistik des Volkswagen Konzerns steuert ein Netzwerk über 12 Marken, 120 Fertigungsstätten und Modellen von Motorrädern über Kleinwagen bis hin zu Fahrzeugen der Luxusklasse, Bussen und schweren Lastkraftwagen. Im Projekt AutoLog forscht man daher an automatisierten Fahrzeugen auf Autoterminals.
(Bild: Volkswagen Konzernlogistik)

Auf dem Automobilumschlag-Gelände in Emden wickelt der Volkswagen Konzern jährlich etwa 1,3 Millionen Fahrzeuge ab. „Obwohl es sich in Emden um ein abgeschlossenes Betriebsgelände handelt auf dem nur befugte Personen Zutritt haben, sprechen wir von einem Mischbetrieb wie er auch in einem öffentlichen Parkhaus vorstellbar wäre. Automatisierte Fahrzeuge fahren gemeinsam mit manuell bewegten Autos in einem Bereich in dem sich auch Personen bewegen“, erklärt Vesa Kiviranta, Chief Business Officer of Technology Solutions bei Unikie, die Ausgangssituation und ergänzt: „Bemerkenswert ist auch, dass sich mit der Automatisierung das logistische Gut in ein Beförderungsmittel umwandelt. Schon diese wenigen Aspekte zeigen wie sehr sich die bisherigen Logistikstrategien mit der Automatisierung ändern werden. Die bestehende Begrenzung „ein Fahrer – ein Auto“ wird aufgehoben, neue Möglichkeiten des Parallelbetriebs ergeben sich“. Mit einem Gesamtvolumen von 5,8 Millionen Euro werden in den nächsten drei Jahren die Möglichkeiten des automatisierten Fahrens in der Fahrzeuglogistik vollständig untersucht und optimierte Prozesse und Strategien für den vollautomatisierten Betrieb entwickelt, um im Anschluss für eine weltweite Einführung der Technologie vorbereitet zu sein. Ziel des Projektes ist es, einen neuen Standard für die Automobillogistik zu definieren, um die traditionell von Menschen gesteuerten Prozesse zu optimieren und zu erweitern. Das Projekt prognostiziert neben erheblichen Effizienz- und Effektivitätsgewinnen im speziellen auch einen Rückgang von Schäden an Fahrzeugen und Infrastruktur.

Mischverkehr sicher steuern

Unikie Oy, Spezialist für industrielle embedded Software Systeme mit Sitz in Finnland, bringt im Projekt sein Marshalling System zum Einsatz, das automatisiertes Fahren auch im Mischbetrieb auf Betriebsflächen ermöglicht. Das System des Herstellers setzt ISO-Standards ein, so dass vollständige Interoperabilität ermöglicht wird; d.h. Fahrzeuge verschiedener Hersteller und Typen können auf der gleichen Fläche gemeinsam und ohne menschliches Eingreifen automatisiert gefahren werden. Daher eignet sich das System Pkw, Busse sowie leicht und schwere Lkw.

Die Praxis hat gezeigt, dass Fahrzeuge, die über das Unikie Marshalling System (UMS) gesteuert werden, präzise und wiederholbar genau fahren – auch in äußerst engen Bereichen, in denen sich zudem Menschen aufhalten und bewegen. Dieser Faktor in Kombination mit einem 24/7-Betriebs und dem parallelen Fahren mehrerer Fahrzeuge ermöglicht neue Logistikstrategien. Die Lösung des Unternehmens nutzt für den Infrastruktur-Einsatz am besten geeignete Sensortechnologie, wie Lidar, Kamera und Radar.

Für das AutoLog Projekt wird Unikie das in der hauseigenen Testumgebung in Turku, Finnland installierte Unikie Marshalling System erweitern und skaliert werden.

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