Anbieter zum Thema
Die Entwicklung eines Fahrzeugs endet damit nicht mehr mit dem Start der Produktion. Da sich die Komponenten außerhalb des Fahrzeugs – wie beispielsweise die mit dem Fahrzeug kommunizierende Smartphone-App – immer weiterentwickeln, werden damit laufend neue Anforderungen an die Fahrzeugentwicklung und die Absicherung der Funktionen gestellt.
Herkömmliche Entwicklungsprozesse und -methoden müssen erweitert werden, wenn Kundenbedürfnisse und -erwartungen sowie die Branchenvorgaben gleichermaßen erfüllt werden sollen. Damit ein solches Zusammenspiel gelingt, ist der Einsatz von neuen Softwaretools in der Fahrzeugentwicklung unerlässlich.
Durch den Aufbau einer Testautomatisierung zur Absicherung der Fahrzeug- und IT-Komponenten wird bereits in der frühen Projektphase der Grundstein für die nachhaltigen regressiven Absicherungsläufe gelegt. Darüber hinaus können auf diese Weise die unterschiedlichen Entwicklungs- und Lebenszyklen zu einem großen Teil kompensiert werden.
Vernetzung verlangt nach neuen Herangehensweisen im Testing
Als effiziente und sinnvolle Variante zur funktionalen und nicht funktionalen Absicherung der vernetzten Dienste dient die Methode des automatisierten Ende-zu-Ende-Regressionstests. Der Fokus dieses Qualitätssicherungsverfahrens liegt auf der kompletten Kette, die sich vom Fahrzeug über ein Backend zu verschiedenen Benutzeroberflächen, wie zum Beispiel einem browserbasierten Kundenportal oder einer Smartphone-App, erstreckt.
Voraussetzung für automatisierte Tests von Diensten über deren vernetzte Systeme sind Verfahren, die Interaktionen mit allen Komponenten ohne manuelle Hilfe ermöglichen. Die Einbindung einer webbasierten Benutzeroberfläche wird dabei durch die Erweiterung der bisherigen Testinfrastruktur und -umgebung erreicht. Dadurch können Funktionen der Testumgebung definiert werden, welche die Oberfläche in einem automatisierten Prozess bedienen.
Bei Automatisierungen von Benutzeroberflächen handelt es sich um Entwicklungen, die speziell auf die Visualisierungen abgestimmt werden müssen. Dafür sind im ersten Schritt Muster zu erzeugen, die das Nutzerverhalten bei einer definierten Dienstfunktion beschreiben. Dieses Muster kann in komplexen Fällen durch ein Aktivitätsdiagramm abgebildet werden.
Sind die Abläufe der Benutzer erfasst, erfolgt die Umsetzung. Hierzu ist die eindeutige Identifikation jedes Webelements notwendig, mit dem auf der Oberfläche interagiert wird. Dies kann eine Schaltfläche sein, die betätigt wird, oder ein Textfeld, in welches eine Zeichenkette eingetragen werden soll.
Stabile Lösung für anpassungsfähiges Testkonzept
Änderungen an der webbasierten Visualisierung können deshalb zur Folge haben, dass auch die Automatisierung angepasst werden muss. Hier hilft die Entwicklung einer stabilen Lösung, die auch bei veränderter Benutzeroberfläche die Elemente weiterhin eindeutig identifiziert und bedient. Dadurch kann mittels eines automatisierten Testlaufs geprüft werden, ob die Änderungen unerwünschte Einflüsse auf die Reife des Dienstes haben.
Zur Integration der Lösung in die Testumgebung bietet sich die Erstellung eines Plateau-Plug-ins an. Die Middleware-Architektur dieses Plug-ins ermöglicht den Fernaufruf der Website-Automatisierung. So ergibt sich die Anwendungsmöglichkeit von Plateau-Plug-ins durch den Aufbau einer zentralisierten Lösung für die Prüfstände im Bereich Connected Car. Die Ausführung der Website-Automatisierung läuft damit auf einem unabhängigen Gerät im Porsche-Netzwerk auf der Basis des Frameworks Selenium. Darüber hinaus wird ein detailliertes Protokoll durch die Serverlösung erzeugt.
(ID:44925314)