Fahrtest Nova Motors ergänzt das Sortiment um einen neuen E-Roller

Quelle: sp-x 3 min Lesedauer

Mit ihrem neuen Modell bietet Nova Motors ein imposantes Kraftpaket an. Das gilt auch für die Kleinkraft-Variante, die allerdings vor allem eines macht: Lust auf mehr Leistung.

Mit dem „Inoa Sli10“ hat Nova Motors seit diesem Jahr einen besonders leistungsfähigen E-Scooter im Programm.(Bild:  sp-x/Mario Hommen)
Mit dem „Inoa Sli10“ hat Nova Motors seit diesem Jahr einen besonders leistungsfähigen E-Scooter im Programm.
(Bild: sp-x/Mario Hommen)

Nova Motors hat dieses Jahr gleich mehrere starke und modern gestrickte E-Scooter der Marke Inoa neu ins Programm genommen. Dazu zählt auch das Topmodell „Sli10 max“, das für rund 5.000 Euro ein fesches und feines Styling sowie viel Power für bis zu 90 km/h Topspeed bietet.

Wer nicht den entsprechenden A1-Führerschein hat, kann den spritzigen Stromer alternativ in einer 45-km/h-Variante ohne den Namenszusatz „max“ bekommen. Auch diese Version besticht durch moderne Technik, üppige Reichweite und einen druckvollen Antrieb, der lediglich nach oben raus eindeutig zu früh eingebremst wird.

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E-Modell überzeugt mit wertigen Fahrwerkskomponenten und ausgefeilten Proportionen

Es ist noch nicht lange her, da handelte es sich bei vielen der neuen E-Roller aus China um auf lieblose Art auf E-Antrieb umgestellte, billig wirkende 90er-Jahre-Verbrenner-Modelle. Das Modell zeigt, dass man mittlerweile weiter ist, denn er wirkt wie ein von vorneherein als Elektromodell konzipierter und modern inszenierter Einspurstromer.

Fahrwerkskomponenten wie etwa die wuchtige Hinterradeinarmschwinge hinterlassen einen durchaus wertigen Eindruck. Die Plastikteile passen zudem exakt ineinander – nichts klappert oder wackelt. Auch haptische und optische Kleinode wie Haltegriff und Fußrasten für den Sozius, stylische LED-Leuchten oder das große Farbdisplay im Cockpit verleihen dem Modell einen auffallenden und gefälligen Schick.

Zudem stimmen die Proportionen. Die Abmessungen, die Sitzergonomie, das großzügige Staufach unter der Sitzbank – alles ist so, wie man es sich wünschen sollte. Die exakt einstellbaren Spiegel vermitteln einen guten Eindruck vom Rückverkehr, was in dieser Leistungsklasse ein nicht ganz unwichtiger Aspekt ist.

Inoa-Roller zeigt sich außerordentlich agil

Während der, das 14-Zoll-Hinterrad ausfüllende, Nabenmotor in der schnelleren Version mit 6,6 kW/9 PS Dauer- und 8,8 kW/12 PS Peakleistung protzt, ist unsere langsamere Variante auf 4 kW/5,4 PS Dauer- und 4,6 kW/6,3 PS Peak gedrosselt. Selbst diese reduzierte Leistung verhilft dem mit rund 130 Kilogramm nicht gerade leichten Inoa-Roller zu bemerkenswerter Agilität, die es bei Ampelstarts erlaubt, Autos zunächst auf Distanz zu halten.

Die „Gas“-Annahme lässt sich fein dosieren, lautlos und anscheinend ohne Mühe prescht der Inoa voran. Kurzzeitig stürmt er laut Digitaltacho auf 51 km/h. Eigentlich könnte es munter so weitergehen, doch rechtlich darf er eben nicht schneller. Aus den kurzweilig angezeigten 51 werden dann dauerhaft 48 Tacho-km/h. Die Autos, zu denen man zunächst auf Abstand ging, holen entsprechend auf und überholen.

Das kann man als lästig empfinden, zumal man spürt, dass der Roller eigentlich deutlich schneller könnte. Das trifft auch auf das Fahrwerk zu. Mit 14 Zoll und 120er-Reifen bieten die Räder einen guten Kompromiss aus Stabilität bei höherem Tempo sowie einer hohen Agilität und Wendigkeit in engen Kurven und bei schnellen Richtungswechseln. Der Sli10 verhält sich neutral, gutmütig und berechenbar. Auch wer gerne mal mit ordentlich Schlagseite durch Kurven eilt, kommt hier auf seine Kosten.

Immer wieder bedauert man dabei, dass bei 45 km/h Schluss ist. Dem Geschwindigkeitsrausch abträglich sind lediglich Unebenheiten, weil diese in die Vorderradführung immer mal wieder viel Unruhe bringen. Deutet sich ein Schlagloch oder ein Bordstein in einer Kurve an, nimmt man reflexartig Tempo raus. Die großzügig dimensionierten CBS-Bremsen packen jedenfalls sicher und souverän zu, was wiederum positiv aufs fahrdynamische Kapitel einzahlt.

Ab 4.800 Euro erhältlich

Darüber hinaus kann sich die Ausstattung des Sli10 sehen lassen. Diese umfasst ein Keyless-Go-System, Haupt- und Seitenständer, einen von uns im Stadtverkehr nicht genutzten Tempomat, USB-Anschluss, Taschenhaken und ein zusätzliches Staufach im Beinschild.

Außerdem wird der Roller mit zwei parallel verdrahteten, herausnehmbaren Akkupaketen mit 4,9 kWh Speicherkapazität ausgeliefert, die eine praktische Reichweite von mindestens 100 Kilometer erlauben. Nova Motors verspricht über 140 Kilometer.

Angesichts der gebotenen Qualität und diesen Eigenschaften gehen die 4.800 Euro Kaufpreis inklusive Anlieferung absolut in Ordnung. Allerdings kostet die bis 90 km/h schnelle Version lediglich 200 Euro Aufpreis.

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Die Mehrinvestition in die 125er-Variante wird sich allein schon dank THG-Quote schnell bezahlt machen, nach wenigen Jahren sind zudem die rund 500 Euro für eine B196-Führerscheinerweiterung abbezahlt. Wenn Sli10, dann in jedem Fall den „Max“.

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