Alternative Antriebe Neues Brennstoffzellensystem sorgt in schweren Nutzfahrzeugen für gleiches Niveau wie Dieselmotor

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Toyota verspricht für sein neues Brennstoffzellensystem eine verbesserte Haltbarkeit und Langlebigkeit im Vergleich zu Vorgängerversionen. Diese sollen jetzt dem Niveau von Dieselmotoren entsprechen. Auch an der Effizienz hat der japanische Autobauer geschraubt und diese optimiert. Das neue System eignet sich nicht nur für Pkw, sondern insbesondere auch für den Einsatz im Nutzfahrzeugbereich.

Toyotas neues Brennstoffzellensystem kann in einer Vielzahl von Nutzfahrzeugen, Pkw sowie in allgemeinen Anwendungen wie stationären Generatoren, Schienenfahrzeugen und Schiffen eingesetzt werden. (Bild:  Toyota)
Toyotas neues Brennstoffzellensystem kann in einer Vielzahl von Nutzfahrzeugen, Pkw sowie in allgemeinen Anwendungen wie stationären Generatoren, Schienenfahrzeugen und Schiffen eingesetzt werden.
(Bild: Toyota)

Toyota stellt sein neues Brennstoffzellensystem am 19. Februar 2025 auf der Wasserstoff- und Brennstoffzellenmesse H2 & FC EXPO in Tokio vor. Der Hersteller plant, es „frühestens nach 2026 vor allem in Japan, Europa, Nordamerika und China“ auf den Markt zu bringen.

Wasserstoff für viele Branchen sinnvoll

Toyota sieht in Wasserstoff einen Kraftstoff, der auf dem Weg zur Klimaneutralität eine exorbitante Rolle spielen wird – und zwar nicht nur im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich. Die Japaner arbeiten mit Partnern aus verschiedenen Branchen zusammen und fördern mit seinen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verschiedene Initiativen in den Bereichen „Erzeugung, Transport, Speicherung und Nutzung“ von Wasserstoff.

Man ist der Ansicht, dass neue Anwendungsmöglichkeiten dazu beitragen, dass Brennstoffzellentechnologie nicht nur im breiten Maße akzeptiert wird, sondern auch eine „Wasserstoffgesellschaft“ aufgebaut werden könne.

Feedback in Entwicklung einbinden

Toyota hat mit dem Mirai 2014 sein erstes Brennstoffzellenfahrzeug in den Markt eingeführt. Seitdem wurden rund 28.000 Einheiten der mit Wasserstoff betriebenen Limousine in mehr als 30 Ländern und Regionen verkauft. Seit 2019 liefert Toyota auch Brennstoffzellensysteme etwa für Busse, Eisenbahnen und stationäre Stromgeneratoren. Bisher wurden weltweit mehr als 2.700 Einheiten an mehr als 100 Kunden geliefert.

Um diese Systeme im kommerziellen Sektor zu implementieren, kooperiert Toyota in Japan mit vielen Partnern. In die Entwicklung des neuen Brennstoffzellensystems sind zahlreiche Kundenrückmeldungen und Erkenntnisse aus Proof of Concepts und Demonstrationstests der vergangenen Jahre eingeflossen.

Vorteile

Das neue System verfügt nach Herstelleraussagen über eine bessere Haltbarkeit, die bis zu zweimal höher ausfällt als beim Vorgängermodell. Dadurch – so Toyota – erzielt man eine mit Dieselmotoren vergleichbare Haltbarkeit und Wartungsfreiheit. Ein weiterer Pluspunkt sei die optimierte Kraftstoffeffizienz. Diese konnte man um das 1,2-Fache verbessern im Vergleich zur vorherigen Generation. Folge: Die Reichweite steigt um 20 Prozent. Durch neue Erkenntnisse im Zell-Design und einen neuen Herstellungsprozess lassen sich zudem erhebliche Kosten sparen.

Anwendungsgebiete erweitern

Das Brennstoffzellensystem der dritten Generation kann in einer Vielzahl von Nutzfahrzeugen, Pkw sowie in allgemeinen Anwendungen wie stationären Generatoren, Schienenfahrzeugen und Schiffen eingesetzt werden. Bei Pkw sorgt die verbesserte Kraftstoffeffizienz für eine größere Reichweite und damit für mehr Sorgenfreiheit. In schweren Nutzfahrzeugen bietet das neue Brennstoffzellensystem eine hohe Leistung sowie eine mit Dieselmotoren vergleichbare Haltbarkeit. Durch die kompaktere Bauweise des Systems lässt es sich zudem leichter in verschiedene Nutzfahrzeuge integrieren. (se)

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