GlobalFoundries wird Entwicklungspartner Neue Einheit für Elektronik- und Halbleiterlösungen: Continental Automotive gründet AESS

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Im September 2025 soll der Continental-Bereich Automotive als eigenständiges Unternehmen Aumovio an den Start gehen. Im Rahmen dieser Ausgliederung wurde eine neue Einheit für Elektronik- und Halbleiterlösungen gegründet, um Chips zu entwickeln und zu verifizieren und damit den Eigenbedarf zu decken. Als strategischer Fertigungspartner soll GlobalFoundries fungieren.

Continental Automotive – zukünftig als Aumovio selbständig - hat mit AESS einen Elektronik- und Halbleiterbereich gegründet, um Bauelemente für den internen Bedarf zu entwickeln. (Bild:  Continental)
Continental Automotive – zukünftig als Aumovio selbständig - hat mit AESS einen Elektronik- und Halbleiterbereich gegründet, um Bauelemente für den internen Bedarf zu entwickeln.
(Bild: Continental)

In heutigen Fahrzeugen sind mehr als 1.000 Halbleiter verbaut, Tendenz steigend. Bis 2030 wird sich die weltweite Nachfrage nach Mikrochips in der Automobilbranche Prognosen zufolge verdreifachen – insbesondere, wenn man den steigenden Anteil von Elektronik im Software-definierten Fahrzeug betrachtet.

Der Bereich Advanced Electronics & Semiconductor Solutions (AESS) wird Halbleiter intern entwickeln und verifizieren, während eine Produktionslinie bei GlobalFoundries eingerichtet wird, um die Komponenten exklusiv für Continental Automotive herzustellen. „Continental setzt auf nachhaltiges Wachstum, und der Unternehmensbereich Automotive ist auf einem vielversprechenden Weg. Um den künftigen Erfolg des Unternehmensbereichs zu sichern, haben wir beschlossen, Halbleiter intern zu entwickeln. Mit der Gründung einer spezialisierten Halbleiter-Einheit, die ohne eigene Fertigung auskommt, stärken wir unsere Position und verringern geopolitische Risiken und Abhängigkeiten”, erklärt Philipp von Hirschheydt, Mitglied des Continental-Vorstands und CEO des künftigen Unternehmens Aumovio. Nino Romano, CTO Continental Automotive ergänzt: „In der sich wandelnden Automobilbranche ist es für Unternehmen unerlässlich, in Technologie zu investieren – insbesondere in Schlüsselbereiche wie Halbleiter. Die Gründung dieser neuen Einheit in Zusammenarbeit mit einem verlässlichen Fertigungspartner wie GlobalFoundries versetzt uns in die Lage, innovative Produkte und Lösungen erfolgreich zu entwickeln.”

Abhängigkeiten minimieren

Die Gründung der neuen Organisation geht einher mit der Strategie des Automotive-Vorstands, in Technologie zu investieren und die Eigenständigkeit zu erhöhen. Ziel dieser Initiative ist es, die Marktpräsenz und Unabhängigkeit von Automotive zu stärken, indem die Fähigkeit aufgebaut wird, Halbleiter in Zusammenarbeit mit Herstellern zu entwickeln und deren Produktion zu steuern.

AESS trägt damit dazu bei, zum einen eine widerstandsfähige Lieferkette aufzubauen und zum anderen die Produktqualität zu erhöhen und die Produkteinführungszeit zu verkürzen. Darüber hinaus bietet der neue Bereich auch das Potenzial zur Wertschöpfung durch Einsparungen und Effizienzsteigerungen. Außerdem erhofft man sich eine Verbesserung des Unternehmens-Cashflows. Die neue Einheit wird als Teil der Zentralfunktion Operations and Technology fungieren.  (se)

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