Fliegende Ersthelfer dank Model-Based Design
Münchner Start-up entwickelt Notfall-Evakuierungssystem auf Drohnenbasis

Von Stefan Raab, Christian Merkl und Max Söpper* 6 min Lesedauer

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In unwegsamem Gelände oder in entlegenen Regionen geraten klassische Rettungsmethoden schnell an ihre Grenzen. Genau hier setzt das deutsche Start-up AVILUS an: Mit einer speziell entwickelten autonomen Drohne revolutionieren die Gründer die Notfallhilfe. Das Projekt konnte insbesondere dank Model-Based Design abheben.

AVILUS' Drohne Grille bei der Landung.(Bild:  AVILUS)
AVILUS' Drohne Grille bei der Landung.
(Bild: AVILUS)

Ein Wanderer stürzt auf einem gefährlichen Berg ab. Eine Familie strandet in einem überschwemmten Gebiet. In Notfällen zählt jede Sekunde – doch wenn sie an gefährlichen und schwer zugänglichen Orten geschehen, stoßen herkömmliche Rettungsmethoden schnell an ihre Grenzen. Das deutsche Start-up AVILUS will genau dieses Problem lösen und setzt mit seiner autonomen Rettungsdrohne „Grille“ neue Maßstäbe in der Notfallhilfe.

Ausgestattet mit modernster Avionik und autonomen Navigationssystemen, manövriert die Drohne durch unwegsames Gelände. „Grille“ verfügt über eine spezielle Patientenbox, in der die Erstbehandlung erfolgen und der Patient während des Transports stabilisiert werden kann. Diese Funktion ist insbesondere in abgelegenen Gebieten von entscheidender Bedeutung, wo die „goldene Stunde“ – die kritische erste Stunde nach einer traumatischen Verletzung – über die Überlebenschancen entscheiden kann.