Elektromobilität Milliardeninvestitionen in Batteriewerke im französischen Dunkerque

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Nachdem die Region seit der Jahrtausendwende 6.000 Industriejobs verloren hat, sollen bis 2030 wieder 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Dabei sollen auch ausländische Konzerne helfen.

Im Französischen Dunkerque sollen durch Ansiedelungen neuer Konzerne bis 2030 20.000 neue Jobs entstehen. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Im Französischen Dunkerque sollen durch Ansiedelungen neuer Konzerne bis 2030 20.000 neue Jobs entstehen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Im nordfranzösischen Dunkerque sind Milliardeninvestitionen für die Produktion von Batterien für Elektroautos geplant. Wie Präsident Emmanuel Macron am Freitag ankündigte, will Prologium, ein taiwanesischer Hersteller von Feststoffbatterien, in Dunkerque für 5,2 Milliarden Euro eine Fabrik für Fahrzeugbatterien errichten.

Außerdem hätten der französische Konzern Orano und der chinesische Spezialist für Lithiumbatterien, XTC, sich auf die gemeinsame Investition von 1,5 Milliarden Euro in einen neuen Standort in Dunkerque geeinigt. Dies bedeute rund 4.500 neue Arbeitsplätze in der Hafenstadt.

Nordfrankreich wird damit zu einem Zentrum der Elektromobilität mit vier großen Batteriewerken im Umfeld der Werke großer Autobauer, wie die Zeitung „Les Echos“ berichtete. Macron führte Dunkerque auch als Erfolgsmodell der von ihm vorangetriebenen Reindustrialisierung Frankreichs an.

Dunkerque wirtschaftlich wieder im Aufwind

Zwar habe Dunkerque seit der Jahrtausendwende 6.000 Industriejobs eingebüßt. Durch eine Vielzahl neuer Ansiedlungen auch von ausländischen Konzernen entständen bis 2030 aber 20.000 neue Jobs, die am Freitag verkündeten Investitionen mit eingerechnet. Genauso werde der Neustart der Industrie auch in anderen Regionen betrieben, die sinkende Arbeitslosigkeit sei ein Resultat davon.

Der Wunsch Macrons, in der Industriestadt im Norden erfolgreiche Regierungsarbeit zu verkünden, hing auch mit dem starken Abschneiden der Partei der rechtsnationalen Marine Le Pen in Dunkerque zusammen.

Bei der Präsidentschaftswahl vor einem Jahr holte Le Pen dort im ersten Durchgang mehr Stimmen als Macron, in der zweiten Runde hatte Macron dann nur knapp die Nase vorn. Das im Parlament zur stärksten Oppositionspartei angewachsene Rassemblement National wird vom Präsidentenlager als große politische Gefahr gesehen.

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