Ladetechnik Mercedes-Benz und The Mobility House kooperieren bei VGI-Lösungen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mercedes-Benz und The Mobility House bündeln ihre Kompetenzen, um die Elektrofahrzeuge des Automobilherstellers intelligent mit dem Energiesystem zu vernetzen. Die Kooperation umfasst Ladeangebote für private Haushalte, die sowohl unidirektionale als auch bidirektionale Lösungen bieten.

Mercedes-Benz und The Mobility House sind eine europaweite Partnerschaft für smartes Laden zu Hause eingegangen.(Bild:  Mercedes-Benz)
Mercedes-Benz und The Mobility House sind eine europaweite Partnerschaft für smartes Laden zu Hause eingegangen.
(Bild: Mercedes-Benz)

Die Partnerschaft zwischen The Mobility House und Mercedes-Benz beinhaltet smarte V1G- und V2G-Ladelösungen für private Haushalte. Bei V1G lädt man das Fahrzeug intelligent und möglichst kostengünstig. Dahingegen können bei V2G Elektrofahrzeuge auch Strom zurück ins Netz einspeisen. So werden durch Energie- und Netzdienstleistungen zum einen höhere Erlöse erreicht und zum anderem mehr erneuerbare Energien in das Stromnetz gespeist. The Mobility House wird in der Partnerschaft für Integration, Aggregation und Vermarktung von Elektrofahrzeugbatterien tätig sein. Mercedes-Benz wiederum kann eine End-to-End-Lösung bieten, die in das Ladeökosystem des Autobauers integriert ist.

Ladevorgänge intelligent steuern

Mercedes-Benz plant die schrittweise Einführung smarter Ladeangebote mit seinen neuen Elektrofahrzeugen. In einer ersten Entwicklungsstufe werden Ladevorgänge an der heimischen Wallbox intelligent gesteuert, sodass das Laden von Grünstrom zum bestmöglichen Zeitpunkt stattfindet und Nutzer dadurch gleichzeitig Stromkosten sparen können. Das System lädt immer dann, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint und somit besonders viel regenerativ erzeugter Strom im Energienetz vorhanden ist und die Strompreise sinken.

Infrastruktur für bidirektionales Laden abbauen

Innerhalb der Kooperation ist die Entwicklung und der Aufbau der Infrastruktur für bidirektionales Laden ein Schwerpunktthema. Diese ermöglicht es Elektrofahrzeugen, nicht nur Strom zu laden, sondern auch wieder in das Netz einzuspeisen. Der Stromer fungiert dabei als Energiespeicher und wird zu einem Bestandteil des Smart-Home-Systems von Privathaushalten sowie des gesamten Energienetzes. Der Nutzer kann durch bidirektionales Laden erheblich sparen: Die in den Batterien von Elektrofahrzeugen gespeicherte Energie kann durch die Vehicle-to-Grid-Technologie auf dem Markt gehandelt werden: Das hilft, die Stromkosten zu senken, indem überschüssige Energie zu Spitzenzeiten günstig gekauft wird und bei erhöhter Energienachfrage mit finanziellem Vorteil in das Netz abgegeben wird.

Produktion erneuerbarer Energien stabil gestalten

Mit einem hohen Anteil schwankender erneuerbarer Energieproduktion kommt es immer wieder vor, dass die Produktion erneuerbarer Energien abgeschaltet werden muss, weil die Netze die Energie mangels Leistungsfähigkeit nicht transportieren können. Eine Analyse der beiden Unternehmen zeigt auf, dass schon zwei Millionen bidirektional ladefähige Elektrofahrzeuge in Deutschland fast die Hälfte der Abschaltungen vermeiden könnten. Dadurch könnten die Stromkosten im gesamten Stromsystem in Deutschland im dreistelligen Millionenbereich reduziert werden, wenn die Fahrzeuge beim Parken und Laden zu Hause und am Arbeitsplatz zur Unterstützung des Energiemarktes verfügbar sind. Diese Einsparungen würden allen Verbrauchern in Form von niedrigeren Strompreisen zugutekommen.  (se)

(ID:50409961)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung