Batterietechnik Lyten will 2028 in Heide mit Batteriefabrik an den Start gehen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Nach der Northvolt-Pleite plant das US-amerikanische Unternehmen Lyten, die deutsche Northvolt Drei zu übernehmen. Nach Abschluss des Kaufes sollen in Schleswig-Holstein rund 1.000 Arbeitsplätze entstehen. Darüber hinaus will man sich nicht nur auf Batterien für Elektrofahrzeuge konzentrieren.

Dort wo Northvolt gescheitert ist, setzt jetzt Lyten an. Der US-amrikanische Batteriehersteller will in Heide den Northvolt-Anteil übernehmen und eine Batteriefabrik errichten, die 2028 den Betrieb aufnehmen soll. (Bild:  Northvolt)
Dort wo Northvolt gescheitert ist, setzt jetzt Lyten an. Der US-amrikanische Batteriehersteller will in Heide den Northvolt-Anteil übernehmen und eine Batteriefabrik errichten, die 2028 den Betrieb aufnehmen soll.
(Bild: Northvolt)

Weil der Hochlauf der Elektromobilität immer wieder Schwankungen ausgesetzt ist – die schwache Nachfrage nach Stromern im Jahr 2024 und Anfang des Jahres 2025 war einer der Gründe für das Northvolt-Aus – will Lyten in Heide Batterien für ein breites Anwendungsspektrum fertigen. Dazu zählen neben Elektrofahrzeugen und Mobilitätsanwendungen auch Verteidigung und die stationäre Energiespeicherung. Das Northvolt-Gelände solle darüber hinaus nicht nur für die Batterieproduktion genutzt werden, wie Lyten-CEO Dan Cook während seine Deutschlandbesuchs erklärte. Ein Schwerpunkt soll auf künstlicher Intelligenz und Rechenzentren liegen.

Bau der Batteriefabrik für 2027 geplant

Im Gespräch mit der Landesregierung Schleswig-Hollsteins stellte Cook am 17. März 2026 in Kiel seine Pläne vor. So soll der Bau aller Voraussicht nach 2027 starten. Der Produktionsstart ist für 2028 vorgesehen. Derzeit gehe das Unternehmen davon aus, die notwendigen Investitionen in Schleswig-Holstein mit privatem Kapital zu bewältigen. Cook erklärte allerdings: „Sollten uns zu einem späteren Zeitpunkt öffentliche Fördermittel angeboten werden, werden wir dies auf jeden Fall in Betracht ziehen.“ Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein zeigte sich nach dem Treffen mit Cook zuversichtlich: „Wir blicken sehr positiv auf den Zeitplan, den Dan Cook uns präsentiert hat. Natürlich gucken wir auch darauf, dass die weiteren Fragen im Moment auch mit dem Bund geklärt werden, denn das sind ja auch Schritte, die jetzt gemacht werden müssen." Cook reiste im Anschluss nach Berlin, um sich mit der Bundesregierung zu der Übernahme auszutauschen.

Northvolt-Übernahme in Schweden abgeschlossen

Lyten hat Ende Februar mitgeteilt, dass der Kauf der Northvolt-Teile in Schweden abgeschlossen wurde. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben für die Übernahme der schwedischen Standorte rund 4,2 Milliarden Euro gezahlt. Der Kauf beinhaltete die Fabrik für die Batteriezellproduktion in Skellefteå und das Entwicklungszentrum Northvolt Labs in Västerås nahe Stockholm. Die Batteriefertigung in der Fabrik in Skellefteå soll Angaben der US-Amerikaner zufolge im zweiten Halbjahr 2026 wiederaufgenommen werden. (se)

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