Elektromobilität LEM: Neue Gleichstromzähler für Schnell- und Megawatt-Ladestationen

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LEM bringt eine neue Serie von Gleichstrom-Zählern auf den Markt. Mit den Modellen DCES600 und DCES1500 können Hersteller von DC-Ladeinfrastrukturen ihre Schnell- und Megawatt-Ladelösungen mit Kilowattstunden-Abrechnung schneller auf den Markt bringen. Die neuen Zähler sind leistungsfähiger, flexibler, sie optimieren das Ladesystem und eignen sich vor allem für das Laden von Elektro-Lkw.

Mit den Modellen DCES600 und DCES1500 von LEM können Hersteller von DC-Ladeinfrastrukturen ihre Schnell- und Megawatt-Ladelösungen mit Kilowattstunden-Abrechnung schneller auf den Markt bringen. (Bild:  LEM)
Mit den Modellen DCES600 und DCES1500 von LEM können Hersteller von DC-Ladeinfrastrukturen ihre Schnell- und Megawatt-Ladelösungen mit Kilowattstunden-Abrechnung schneller auf den Markt bringen.
(Bild: LEM)

Die neuen Zähler erfüllen die Anforderungen an die DC-Messung. Sie sind so konzipiert, dass sie bei Ladeströmen bis zu 1500 A und Betriebstemperaturen von –40 bis +85 °C ohne Leistungsminderung eine hohe Genauigkeit der Klasse B erreichen. Diese wird über den gesamten Strombereich beibehalten und gewährleistet so genaue Messungen während des gesamten Ladezyklus – von hohen Strömen zu Beginn bis zu niedrigen Strömen gegen Ende des Ladevorgangs.

Die Zähler entsprechen den internationalen gesetzlichen Mess- und Kalibrierungsstandards und gewährleisten Genauigkeit und Rückverfolgbarkeit für die kWh-Abrechnung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in EV-Ladeatechnik. Zusammen mit ihrer Messgenauigkeit über den gesamten Ladezyklus ist dies besonders wichtig beim Laden von Elektro-LKW, da die Transportkosten direkt von der genauen Erfassung der während des Ladevorgangs gelieferten Energiemenge abhängen.

Sicherheit geht vor

Über eine RS485-Kommunikationsschnittstelle mit Cybersicherheitsfunktionen kann auf die DCES-Zähler zugegriffen werden. Zu diesen Funktionen gehören die Authentifizierung von Messungen mittels digitaler Signaturen sowie Funktionen für sichere Fernwartung und Firmware-Updates. Damit lassen sich die Betriebskosten von EV-Ladeeinrichtungen senken, die mit DCES-Zählern ausgestattet sind.

Die DCES-Zähler sind optional mit der Option einer Fernanzeige (Remote Display Unit, RDU) erhältlich. Im Vergleich zu Lösungen mit integriertem Display steht OEMs und Systemintegratoren damit mehr Flexibilität bei der Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstelle zur Verfügung. Die RDU kann auf einer Frontplatte, DIN-Schiene oder Grundplatte montiert werden, hat eine schlanke Bauform und benötigt außer der Verbindung zu den DCES-Zählern keine zusätzlichen Anschlüsse wie Kommunikationsleitungen oder Stromquellen.

Beide Zähler sind robust mechanisch aufgebaut und verfügen über ein glasfaserverstärktes Gehäuse, das eine Isolationsfestigkeit bis 1000 VDC für den DCES600 und 1500 VDC für den DCES1500 bietet. Außerdem verfügen sie über massive Stromanschlüsse mit großen Stromkontaktflächen. Der DCES600 bietet zwei M10-Bolzen, mit denen die Sammelschienenanschlüsse auf einer Kontaktfläche von 33 mm x 36 mm verschraubt werden können. Der DCES1500 verfügt über vier M12-Bolzen in zwei Paaren, wobei jedes Paar eine kombinierte Kontaktfläche von 45 mm x 100 mm bietet. Die Sammelschienen für beide Zähler sind für einen Betrieb bis 110 °C ausgelegt. Beide Zähler werden mit einer Schutzabdeckung und Dichtungen geliefert.

Die DCES-Zähler liefern Echtzeit-Messwerte für Spannung, Strom, Temperatur und Energie. Diese Werte können für die direkte Energiemessung, z. B. für Abrechnungszwecke, als auch im Rahmen einer Systemmanagementstrategie genutzt werden. Mittels Ferndiagnose des Systems lässt sich so sicherstellen, dass die Endgeräte innerhalb sicherer Betriebsgrenzen arbeiten.

Anwendungsbereiche

Zu den Anwendungsbereichen der DCES-Zähler gehören:

  • DC-Schnellladestationen: Der DCES 600 eignet sich für öffentliche und gewerbliche Schnellladestationen. Er ermöglicht einen hohen Durchsatz und schnelle Fahrzeugdurchlaufzeiten.
  • MW-Ladestationen: Der DCES1500 wurde speziell für das Laden im Megawatt-Bereich entwickelt und unterstützt Schwerlastfahrzeuge, Busse und zukünftige Elektrofahrzeuge mit hoher Kapazität.
  • Flotten- und Depotladen: Beide Zähler können in Flottenladestationen integriert werden und ermöglichen eine genaue Energieverfolgung für das Betriebskostenmanagement und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
  • OEM-Integration: Durch ihre Modularität und fortschrittlichen Kommunikationsschnittstellen eignet sich die DCES-Reihe für die Integration in OEM-Ladeplattformen und kundenspezifische Lösungen zur Steuerung und Überwachung aller DC-Anwendungen wie auch Batteriespeicher.

Verfügbarkeit: LEM prüft derzeit die Zertifizierung der DCES-Reihe bis Jahresende. Die DCES-Zähler werden dann den europäischen Vorschriften wie MID 2014/32/EU, der EU-Richtlinie über Messinstrumente und dem deutschen Eichrecht entsprechen. Muster sind ab sofort erhältlich, damit Entwickler mit der Integration und Zertifizierung der Ladestationen beginnen können. (se)

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