Halbleitertechnik KIT gründet Chipdesign House

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Nicht nur für ein modernes Fahrzeug spielen Mikrochips eine wichtige Rolle. Allerdings übersteigt die Nachfrage die Produktion in Deutschland bei weitem. Um die Frtigung in Europa und vor allem Deutschland voranzutreiben, hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg die Gründung des virtuellen Karlsruher Chipdesign House am KIT bewilligt. Dieses soll bis 2027 auf dem Campus Süd des Instituts aufgebaut werden.

Nachfrage und Produktion von Mikrochips, die u.a. stark in der Automobilindustrie benötigt erden, gehen in Deutschland und Europa nicht Hand in Hand. Mit der Gründung des virtuellen Karlsruher Chipdesign House will das Karlsruher Institut für Technologie Abhilfe schaffen.(Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
Nachfrage und Produktion von Mikrochips, die u.a. stark in der Automobilindustrie benötigt erden, gehen in Deutschland und Europa nicht Hand in Hand. Mit der Gründung des virtuellen Karlsruher Chipdesign House will das Karlsruher Institut für Technologie Abhilfe schaffen.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

„Die Nachfrage nach leistungsstarken und effizienten Chips für die digitale Transformation nimmt weiterhin zu“, erklärt Professor Mehdi B. Tahoori vom Institut für Technische Informatik des KIT. „Der meiste Umsatz wird dabei von Chip-Giganten außerhalb von Europa gemacht. Insbesondere in der Energiekrise, als wir wegen der Stromkosten unsere Produktion herunterfahren mussten, hat sich die große Abhängigkeit von Importen gezeigt, beispielsweise bei in Asien produzierten Siliziumchips.“ „Es ist dringend notwendig, die Produktion sowie deren Entwicklungsmöglichkeiten in Europa zu fördern, um kritische globale Abhängigkeiten zu reduzieren und die digitale Souveränität Deutschlands und Europas zu sichern“, ergänzt Professor Oliver Kraft vom KIT, in Vertretung des Präsidenten.

Fachkräfte ausbilden

Mit dem geplanten KIT Chipdesign House (KCH) möchte das Karlsruher Institut für Technologie eine führende Rolle in der Koordination im Chipdesign in Baden-Württemberg und darüber hinaus einnehmen. Im Fokus steht eine umfassende Ausbildung für Fachkräfte im Chipdesign. „Im KCH wollen wir gemeinsam mit Partnern einen interdisziplinären Master-Studiengang im Chipdesign entwickeln“, unterstreicht Professor Jürgen Becker vom Institut für Technik der Informationsverarbeitung des KIT. „Dieser soll neben praxisorientierten Vorlesungen auch Workshops und Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten aus der Industrie anbieten, die zukünftige Fach- und Führungskräfte umfassend ausbilden.“

Halbleiterökosystem im Fokus

Zur Stärkung des Halbleiterökosystems in der EU wurde die Verordnung über den Europäischen Chip Act 2023 als Maßnahmenpaket beschlossen. „Der European Chips Act zielt darauf ab, die Halbleiterproduktion und die Entwicklungsmöglichkeiten in Europa zu fördern“, erläutert Becker. „Innerhalb dieses ChipActs wollen wir Kompetenzen und Netzwerke gezielt bündeln und erweitern. Die enge Verzahnung mit der Industrie bildet dabei einen wichtigen Baustein, unter anderem durch den gezielten Ausbau der interdisziplinären Aus- und Weiterbildung in Chipdesign am KIT.“  (se)

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