KI für EV-Energiemanagement Intel übernimmt Silicon Mobility und bringt KI ins E-Auto

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Tech-Unternehmen Intel hat die Absicht verkündet, das Unternehmen Silicon Mobility SAS zu übernehmen und damit, sofern alle Genehmigungen erteilt werden, mithilfe der Technologien und Innovationen von Silicon Mobility von KI die Effizienz des Energiemanagements in E-Fahrzeugen zu steigern - und noch mehr!

Die Marke Zeekr von Geely wird die KI-optimierten SoCs von Intel als erste einsetzen.(Bild:  Intel Corp.)
Die Marke Zeekr von Geely wird die KI-optimierten SoCs von Intel als erste einsetzen.
(Bild: Intel Corp.)

Die CES 2024 lockt nicht nur Technologieunternehmen aus der ganzen Welt in die Wüste Nevadas, sondern entlockt ihnen gleichzeitig spannende Ankündigungen, die wegweisend für die zukünftige Ausrichtung sind. Ein großes Thema, an dem sich viele Unternehmen im Automotive-Bereich versuchen, ist die Implementierung von Künstlicher Intelligenz ins Fahrzeug. Da ist auch Technologieriese Intel mit an Bord.

Die Verantwortlichen von Intel und Silicon Mobility SAS haben am 10. Januar 2024 ihre Vereinbarung zur Übernahme von Silicon Mobility durch Intel bekannt gegeben. Silicon Mobility ist ein Fabless-Anbieter von Halbleiter- und Software-Lösungen für die Automobilindustrie, dessen Spezialität SoCs für das intelligente Energiemanagement von E-Fahrzeugen ist. Intel möchte die eigene „AI Everywhere“-Strategie auf die Automobilindustrie ausweiten und stellte im gleichen Atemzug die ersten KI-optimierten SoCs des Unternehmens für softwaredefinierte Fahrzeuge (SDV) vor. Diese werden zuerst von Fahrzeughersteller Geely in der Marke Zeekr eingesetzt.

„Die Entwicklung innovativer KI-Lösungen über die gesamte Fahrzeugplattform hinweg wird der Branche helfen, die Transformation zur Elektromobilität zu bewältigen. Die Übernahme von Silicon Mobility steht im Einklang mit unseren Nachhaltigkeitszielen und adressiert gleichzeitig den dringenden Bedarf der Branche im Bereich Energiemanagement“, sagt Jack Weast, Vice President und General Manager von Intel Automotive.

SDV-Fortschritt durch Intel

SoCs (System-on-Chips) von Intel wurden weltweit bereits in 50 Millionen Fahrzeugen verbaut, und in Zukunft sollen es noch mehr werden. Neben den neuen SoCs mit KI-Optimierung will Intel die erste offene UCIe-basierte Chiplet-Plattform für SDVs bereitstellen, die in Kooperation mit dem Forschungszentrum IMEC entsteht, damit die Verpackungstechnologien die Qualitäts- und Zuverlässigkeitsanforderungen der Industrie erfüllen.

"Dieser Schritt unterstreicht Intels Versprechen, der erste Automobilzulieferer zu sein, der die Integration von Chiplets von Drittanbietern in seine Automotive-Produkte unterstützt. OEMs erhalten dadurch die Freiheit und Auswahlmöglichkeit, kundenspezifische Chiplets in ein Produkt aus der Intel Roadmap zu integrieren – zu einem Bruchteil der Kosten eines vollständig selbstentwickelten SoCs. Die Möglichkeit, Chiplets ganz nach Bedarf zu kombinieren, eliminiert zudem das Risiko einer Lieferantenabhängigkeit und fördert eine skalierbare, softwaredefinierte Architektur", betont das Unternehmen in der dazugehörigen Pressemitteilung.

Die SDV-Zukunft der Automobilindustrie von Intel veranschaulicht.(Bild:  Intel Corp.)
Die SDV-Zukunft der Automobilindustrie von Intel veranschaulicht.
(Bild: Intel Corp.)

Intel übernimmt obendrein den Vorsitz einer Arbeitsgruppe zur Entwicklung eines neuen Industriestandards für das Energiemanagement von Fahrzeugplattformen (J3311). An dieser Arbeitsgruppe nehmen zudem Branchenvertreter von Stellantis, HERE und Monolithic Power teil; einen ersten Entwurf des Standards will die Arbeitsgruppe innerhalb von 12 bis 18 Monaten vorlegen. (sb)

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