Neuentwicklung Ganzheitliche Systemlösungen für das automatisierte Fahren

Von Dipl.-Ing. (FH) Michael Richter 2 min Lesedauer

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Für viele Automobilzulieferer bedeuten die aktuellen Zeiten Flexibilität und Transformation. Damit das gelingt, muss Weitblick bewiesen werden. Genau das benötigen auch autonome Fahrzeuge.

ZF stärkt seine Kompetenz für schlüsselfertige ADAS-Lösungen. Das Unternehmen bietet Fahrzeugherstellern ADAS-Hardware- und Softwarelösungen an, einschließlich Prüfung, Validierung und Homologation.(Bild:  ZF Group)
ZF stärkt seine Kompetenz für schlüsselfertige ADAS-Lösungen. Das Unternehmen bietet Fahrzeugherstellern ADAS-Hardware- und Softwarelösungen an, einschließlich Prüfung, Validierung und Homologation.
(Bild: ZF Group)

Die Automobilbranche befindet sich im Umbruch: Software, Digitalisierung und Regulierung prägen die Zukunft der Mobilität. Der Technologiekonzern ZF hat diesen Wandel erkannt – und sich neu aufgestellt. Statt nur einzelne Komponenten zu liefern, bietet das Unternehmen heute komplette Systeme für automatisiertes Fahren an. Damit reagiert ZF auf den steigenden Bedarf nach integrierten Lösungen, bei denen Hard- und Software nahtlos zusammenspielen.

Ein neuer Markt braucht neue Denkweisen

Seit Juli 2024 schreibt die EU unter anderem automatische Notbremsung, Spurhalteassistenten und intelligente Geschwindigkeitsregler für alle Neufahrzeuge vor. Diese Vorgaben beschleunigen eine Entwicklung, die längst begonnen hat: weg von einzelnen Sensoren, hin zu zentralen Steuergeräten, die das gesamte Fahrzeug steuern. Autos werden zu Hochleistungsrechnern auf Rädern – und benötigen flexible, skalierbare Systeme.

ZF kombiniert seine jahrzehntelange Hardware-Expertise mit moderner Softwarearchitektur. Das Ziel: schlüsselfertige Lösungen, die vom Konzept bis zur Typgenehmigung reichen. Für Fahrzeughersteller bedeutet das weniger Komplexität und schnellere Marktreife. ZFs modulare Softwareplattform umfasst rund 25 Assistenz- und Komfortfunktionen – unabhängig von spezifischer Hardware. So lassen sich Fahrzeuge flexibel konfigurieren und Funktionen sogar nachträglich per Over-the-Air-Update hinzufügen.

Zentralisierte Rechenleistung für mehr Leistung und Sicherheit

Die Plattform „ProAI“ ist das Herzstück dieser neuen Architektur. Mit über 1.500 TOPS Rechenleistung kann sie mehrere Fahrzeugfunktionen gleichzeitig übernehmen – von Basisassistenz bis hin zu hochautonomen Fahrfunktionen. Ihre Skalierbarkeit erlaubt den Einsatz in verschiedenen Fahrzeugklassen, vom Kleinwagen bis zum Premiumfahrzeug.

Auch bei intelligenten Kameras gehört ZF zur Weltspitze: Bis 2025 wollte das Unternehmen über 75 Millionen Kameras ausgeliefert haben. Ein Marktanteil von rund 30 Prozent. Dieses Ziel wurde erreicht. Die aktuelle Generation „Smart Camera 6“ liefert 8-Megapixel-Auflösung, ein 120-Grad-Sichtfeld und ist vollständig updatefähig über die Cloud.

Die Vernetzungsplattform „ProConnect“ sorgt für die nahtlose Anbindung an Mobilfunk, Satellit, V2X oder WLAN – ein Schlüssel für neue datenbasierte Dienste und Flottenmanagement. Zusätzlich lassen sich hochauflösende Karten oder Ferndiagnosen direkt aus der Cloud realisieren.

Ein Highlight ist das KI-gestützte Tool „Annotate“, das hochpräzise Referenzdaten für Fahrerassistenzsysteme generiert. Diese Daten sind essenziell, um Funktionen vom Level 2+ bis zum vollautonomen Level 5 zu entwickeln und zu validieren – ein zentrales Element auf dem Weg zum sicheren automatisierten Fahren.

Vom Zulieferer zum Technologiepartner

ZF zeigt, wie sich ein klassischer Zulieferer zu einem Technologieunternehmen entwickeln kann. Mit durchdachter Hardware, intelligenter Software und KI-gestützter Systemvalidierung liefert ZF genau das, was moderne Mobilität verlangt: ganzheitliche Lösungen aus einer Hand – für mehr Sicherheit, Effizienz und Zukunftsfähigkeit im Straßenverkehr.  (mr)

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