Ladeinfrastruktur Fertigung der Mobilize PowerBox startet: 65.000 Ladestationen pro Jahr geplant

Von Stefanie Eckardt 4 min Lesedauer

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Lacroix hat mit der Produktion der vernetzten und bidrektionalen Mobilize PowerBox begonnen. Geplant sind zunächst 65.000 Einheiten pro Jahr. Ziel ist es, die Ladestation in Kürze für alle Marken der Renault Group einzuführen. Die Ladelösung wurde von der Software République bestehend aus Orange, Renault, STMicroelectronics, Thales und seinem Technologiepartner IoTecha entwickelt.

Die Fertigung der Mobilize PowerBox hat begonnen. Lacroix fertigt zunächst 65.000 vollvernetzte und bidirektionale Ladestationen pro Jahr.(Bild:  Renault Group)
Die Fertigung der Mobilize PowerBox hat begonnen. Lacroix fertigt zunächst 65.000 vollvernetzte und bidirektionale Ladestationen pro Jahr.
(Bild: Renault Group)

Lacroix stattet den 2022 eröffneten Elektronikstandort Symbiose mit einer neuen Produktionslinie für die Herstellung der Mobilize PowerBox aus. Zunächst ist hier eine Produktionskapazität von 65.000 Einheiten pro Jahr geplant. Bei größeren Stückzahlen lässt sich das Fertigungsvolumen anpassen oder verdoppeln, um auf die Nachfrage reagieren zu können. Die Produktionsstätte kann darüber hinaus auf ein Netz lokaler Zulieferer zurückgreifen, um die Auswirkungen der Lieferkette auf die Umwelt möglichst gering zu halten.

Im Fokus: Software République

Das Ökosystem Software République widmet sich der intelligenten, sicheren und nachhaltigen Mobilität. Seine Mitglieder Orange, Renault Group, STMicroelectronics und Thales sowie der Technologiepartner IoTecha haben die Mobilize PowerBox so entwickelt, dass sie bestmögliche Cybersecurity liefert und dank Remote-Updates immer auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Die Gemeinschaftsarbeit sorgte dafür, dass die Ladestation in kurzer Zeit an Mobilize geliefert werden konnte.

Expertise bündeln

Entsprechend ihrem Know-how und Fachgebiet haben die Unternehmen verschiedene Beiträge geleistet. IoTecha steuerte intelligente Lade-Hardware und -Software, industrielle Steuerung, ISO15118- und OCPP-Protokolle bei. Orange lieferte 4G-Telekommunikation und die zugehörigen Dienste. Von der Renault Group kam die Architektur von Ladesystemen für Elektrofahrzeuge. Mikroprozessoren, Kommunikation und Sicherheit stellte STMicroelectronics bereit und Thales widmete sich dem Thema Cybersicherheit, Datenschutz und Zugangsverwaltung.

Mobilize PowerBox im Detail

Die Mobilize PowerBox passt sich an alle einphasigen oder dreiphasigen Installationen an. Sie lässt sich sowohl innen als auch außen, an der Wand oder freistehend installiert werden. Hausbesitzer können sie in das elektrische Ökosystem ihres Heims integrieren. Die Wallbox profitiert von einem dynamischen Energiemanagement, das die Anpassung der Ladeleistung an die verfügbare Leistung ermöglicht und so zu einem stabilen Netz im Haus beiträgt.

Die Mobilize PowerBox wird mit Wechselstrom betrieben. Sie liefert eine Ladeleistung von bis zu 22 kW – je nach Installation und der Ladeleistung des Stromers. Die Mobilize PowerBox ist mit allen Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen kompatibel, die mit einem Typ-2-Stecker ausgestattet sind.

Die Wallbox gibt es in vier Versionen:

  • Uno: Für Privatpersonen, die eine einfache und sichere Ladelösung für zu Hause suchen.
  • Uno Plus: Für die Infrastruktur in Unternehmen oder Wohnvierteln. Sie verfügt über ein RFID-Kartenlesegerät, das sicherstellt, dass nur autorisierte Benutzer Zugang zum Ladepunkt haben. Somit kann der Abrechnungsdienst die Nutzung besser nachverfolgen.
  • Uno Pro: Für öffentlich zugängliche und bei Mitarbeitern zu Hause installierte Ladestationen. Diese Version verfügt über ein RFID-Lesegerät und einen Measurement-Instruments-Directive-Zähler (MID) für die Stromabrechnung. Der MID-Zähler vereinfacht die Rückerstattung der beruflich angefallen Kosten von Angestellten, indem er den beim Aufladen zu Hause verbrauchten Strom erfasst.
  • Verso: Bidirektionale Ladelösung für das Fahrzeug, aber auch zur Rückspeisung von Strom aus der Antriebsbatterie in das Hausnetz oder in das öffentliche Netz. Dank der AC-Technologie ermöglicht die Wallbox verschiedenen Kundenkreisen den Zugang zum bidirektionalen Laden ihres Fahrzeugs und maximiert den Nutzen des intelligenten Energiemanagements. Die bidirektionale Ladestation wird zum Marktstart des elektrischen Renault 5 erhältlich sein.

Alle Versionen profitieren von automatischen Updates und Ferndiagnose (FOTA, Firmware over the Air) per Internet. Sie werden mit einer Typ-2-Steckdose oder außerhalb Frankreichs mit einem 6,5 Meter langen Kabel ausgeliefert. Die Versionen Uno Pro und Verso verfügen weiterhin über eine 4G-Verbindung.

Steuerung per App

Mit My PowerBox ist es möglich, den Ladevorgang aus der Ferne zu steuern und den Verbrauchsverlauf einzusehen. Mit der App kann man auch, das Aufladen auf die Nacht – zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens – verschieben und so die Ladekosten entsprechend den Optionen des persönlichen Stromvertrags optimieren. Darüber hinaus lassen sich über die App Benachrichtigungen abrufen. So werden Nutzer beispielsweise über das Ende des Ladevorgangs informiert. Darüber hinaus können sie den Zugang zu Ladestation ebenfalls über die App sperren, um eine unbefugte Nutzung zu verhindern.

Passende Lademöglichkeit

Alle Käufer eines Elektrofahrzeugs im Händlernetz der Renault Group können die Mobilize PowerBox erwerben und installieren lassen. Um den Übergang zur Elektromobilität zu erleichtern, können sie sich für ein „All-inclusive“-Ladeangebot entscheiden, das in Zusammenarbeit mit Mobilize Power Solutions entwickelt wurde. Der Preis für das Gesamtpaket wird anhand der Installationsmerkmale, insbesondere des Standorts der Ladestation in Bezug auf den zugehörigen Stromzähler, mit Hilfe eines Tools und auf Grundlage von Google Maps ermittelt. Es ist vorab keine Begehung erforderlich. Stattdessen genügt ein einfacher Videokonferenz-Check, um die Konformität der elektrischen Installation zu überprüfen.

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