Luftfahrt Falltest: NASA untersucht Materialien und Designs für Lufttaxis

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Luftfahrtindustrie arbeitet an Lufttaxis und anderen Elektroflugzeugen aus leichten Materialien. Wichtig ist vor allem dabei die Sicherheit. Daher muss man verstehen und untersuchen, wie sich diese bei einem Absturz und Aufprall verhalten. Die NASA analysiert verschiedene Materialien und Designs für Lufttaxis, die Passagiere im Falle eines Absturzes am besten schützen könnten.

Die NASA untersucht, wie sich AAM-Flugzeuge im Falle eines Absturzes verhalten. In einem Falltest wurde ein Flugzeugrumpf, der einem Lufttaxi nachempfunden ist, mit Dummys in eine Höhe von etwa 11 Metern gezogen und fallen gelassen. (Bild:  Mark Knopp | NASA)
Die NASA untersucht, wie sich AAM-Flugzeuge im Falle eines Absturzes verhalten. In einem Falltest wurde ein Flugzeugrumpf, der einem Lufttaxi nachempfunden ist, mit Dummys in eine Höhe von etwa 11 Metern gezogen und fallen gelassen.
(Bild: Mark Knopp | NASA)

Um Passiere bei einem Absturz bestmöglich vor dem Aufprall schützen zu können, untersucht die NASA verschiedene Materialien und Designs für Lufttaxis. Ende Juni 2025 haben Forscher im Langley Research Center der NASA in Hampton, einen Falltest durchgeführt. Sie ließen einen originalgetreuen Flugzeugrumpf, der einem Lufttaxi nachempfunden war, von einer hohen Stahlkonstruktion, einem sogenannten Gantry, abstürzen.

Aufprallkräfte bestmöglich absorbieren

Dabei untersuchte man Materialien, die Aufprallkräfte am besten absorbieren und generierte Daten, die es Herstellern ermöglichen, sicherere Lufttaxis zu konstruieren. „Durch die Darstellung von Unfallelementen und der Frage, wie zusätzliche energieabsorbierende Technologien dazu beitragen können, das Flugzeug robuster zu machen, werden diese Tests zur Entwicklung von Sicherheitsvorschriften für AAM-Flugzeuge beitragen und zu sichereren Konstruktionen führen“, erklärte Justin Littell, Testleiter in Langley.

Während des Tests im Juni wurde das Flugzeug knapp 11 Meter in die Luft gehoben und dann losgelassen. Es schwang nach vorne, bevor es auf den Boden aufschlug. Die Aufprallbedingungen entsprachen denen früherer Tests im Jahr 2022, jedoch mit einer zusätzlichen 10-Grad-Gierbewegung oder Drehung der Flugbahn des Flugzeugs. Die Gierbewegung entsprach einer Zertifizierungsbedingung, die von den Vorschriften der Federal Aviation Administration für diese Art von Flugzeugen vorgeschrieben ist.

Untersuchungen nach dem Fall

Nach dem Fall begannen die Forscher zu untersuchen, wie die Struktur und die Batterien den Aufprall überstanden hatten. Wie erwartet entsprachen die Materialfehler weitgehend den Vorhersagen aus Computersimulationen, die anhand der Daten aus den Tests von 2022 aktualisiert worden waren.

Das Flugzeug war mit energieabsorbierenden Unterböden ausgestattet, ähnlich wie die Knautschzonen in Autos, die sich wie vorgesehen verformten, um die Sitze im Inneren zu schützen. Bei dem Batterieexperiment wurde Masse hinzugefügt, um die Unterboden-Batteriekomponenten von Lufttaxis zu simulieren und die Beschleunigungswerte zu erfassen. (se)

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