Skalierung intelligenter Technologie Fahrerassistenzsysteme: Bosch und Qualcomm vertiefen Partnerschaft

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Bosch und Qualcomm bauen ihre Partnerschaft aus. Diese beschränkte sich bisher Fahrzeugcomputer für das Cockpit. Nun soll sie zukünftig auch Lösungen für Fahrerassistenzsysteme umfassen, wie beide Unternehmen bekanntgaben.

Boschs Cockpit & ADAS Integration Plattform integriert die bisher getrennten Infotainment- und Fahrerassistenzfunktionen in einem System-on-Chip.(Bild:  Bosch)
Boschs Cockpit & ADAS Integration Plattform integriert die bisher getrennten Infotainment- und Fahrerassistenzfunktionen in einem System-on-Chip.
(Bild: Bosch)

Durch die Ausweitung ihrer Partnerschaft auf den Bereich ADAS und AD wollen Bosch und Qualcomm intelligente Technologie skalieren. Das spielt angesichts der steigenden Nachfrage nach automatisierten, vernetzten und hochgradig personalisierten Fahrzeugen eine wichtige Rolle. Darüber hinaus können beide Unternehmen ein gemeinsames Highlight feiern – nämlich mehr als 10 Millionen ausgelieferte Bosch-Fahrzeugcomputer auf Basis der Snapdragon Cockpit-Plattformen von Qualcomm. Seit Beginn der ersten Auslieferungen im Jahr 2021 stieg die Stückzahl von einer Million im Jahr 2023 auf die nunmehr zehn Millionen im Frühjahr 2026.

Darauf aufbauend erweitern die Partner ihre bisherige Zusammenarbeit um neue ADAS-Programme. Damit lassen sich ADAS-Lösungen praktisch und skalierbar implementieren. Das gelingt kostenoptimiert durch die Fahrzeugcomputerarchitektur von Bosch und der Snapdragon Ride-Plattform von Qualcomm. Darüber hinaus bietet sich auch die Möglichkeit, Cockpit- und ADAS-Plattformen zu kombinieren, die Anwendungen mit unterschiedlichen Sicherheitsstufen auf einem System-on-Chip unterstützen. So will man Mehrwert für Automobilhersteller auf dem Weg zum Software-definierten Fahrzeug bieten.

Die Basis für die neuen Projekte bildet die ADAS-Integrationsplattform von Bosch – ein skalierbarer, modularer Fahrzeugcomputer, der speziell auf ADAS-Funktionen ausgelegt ist. Mit hoher Bandbreite, Rechenleistung und Speicherverwaltung erfüllt er Sicherheitsstandards, verschmilzt mehrere Sensortechnologien zu präzisen 360°-Umgebungsmodellen und führt komplexe Algorithmen aus.

Systemkomplexität senken

Durch die Kooperation von Bosch und Qualcomm entstehen nach Aussagen der Unternehmen skalierbare, kostenoptimierte Fahrzeugcomputer mit ADAS-Lösungen, die bereits auf dem ostasiatischen Markt zum Einsatz kommen. So bietet sich für Autobauer Flexibilität und ein klaren Migrationspfad hin zu zentralisierten Rechnerarchitekturen, die statt vieler einzelner Steuergeräte wenige, leistungsstarke Fahrzeugcomputer benötigen. Die Fahrzeugcomputer des Stuttgarter Zulieferers und die skalierbaren Snapdragon Ride-Plattform des US-amerikanischen Unternehmens sollen diverse Konfigurationen ermöglichen – angefangen von ADAS-Basisfunktionen wie Geschwindigkeits- und Abstandsregelung über Spurhalteassistenten bis hin zu automatisierten Fahrsystemen. Die ersten Fahrzeuge dieses Neugeschäfts sollen 2028 vom Band rollen.

Darüber hinaus lassen sich ADAS- und Cockpit-Lösungen in einer Plattform bündeln, was die Komplexität der Architektur verringert. Aus diesem Grund arbeiten beide Unternehmen an Lösungen, die auf bestehenden Produkten basieren: Snapdragon Ride Flex baut auf dieser Grundlage auf und ermöglicht die Zusammenführung von Cockpit- und ADAS-Funktionen auf einem SoC, wodurch die Systemkomplexität, der Stromverbrauch und die Kosten gesenkt werden. Gleichzeitig bieten sich neue Möglichkeiten für zentralisierte Rechenarchitekturen. Die Cockpit- und ADAS-Integrationsplattform von Bosch vereint die Systemfunktionen für assistiertes und automatisiertes Fahren sowie Infotainment-Funktionen wie personalisierte Navigation und Sprachassistenz in einem Gerät.

Sowohl die ADAS-Systeme als auch die geschäftsbereichsübergreifenden Rechenlösungen erfüllen strenge Sicherheitsanforderungen bis hin zu ASIL-D.  (se)

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