Elektromobilität DonutOS kombiniert virtuelle Modellierung mit realem Fahrzeugverhalten

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Donut Lab hat mit DonutOS eine Software-Plattform vorgestellt, die virtuelle Modellierung mit realem Fahrzeugverhalten kombiniert. Dadurch entsteht ein Digital Twin 2.0.

Donut Lab hat mit DonutOS eine Software-Plattform vorgestellt, die virtuelle Modellierung mit realem Fahrzeugverhalten kombiniert. (Bild:  Donut)
Donut Lab hat mit DonutOS eine Software-Plattform vorgestellt, die virtuelle Modellierung mit realem Fahrzeugverhalten kombiniert.
(Bild: Donut)

Eine langsame Prototypenentwicklung und separate Tools haben die Entwicklung in der Automobilindustrie jahrelang ausgebremst. Durch die Tatsache, dass sich Elektrofahrzeuge zu komplexen Software-basierten Systemen entwickelt haben, haben sich diese Schwierigkeiten verstärkt. DonutOS bietet den kompletten Workflow in einer Umgebung, wodurch sich das Fahrzeugverhalten bereits vor dem Vorhandensein der Hardware konzipieren, simulieren, validieren und vorbereiten lässt. „DonutOS gibt den Herstellern die Möglichkeit, das gesamte Fahrzeug – Hardware, Software und Verhalten – als einzigen digitalen Organismus zu entwickeln. Ziel ist es, kleineren Mobilitätsunternehmen eine schnellere Entwicklung zu ermöglichen, auch wenn diese nicht über die gleichen Ressourcen wie die großen OEMs verfügen“, unterstreicht Marko Lehtimäki, CEO von Donut Lab, den entscheidenden Vorteil und betont: „Wenn es um Innovationen geht, sollte es nicht auf die Größe ankommen. Mit DonutOS sorgen wir für gleiche Rahmenbedingungen und machen innovative Entwicklungsansätze verfügbar.”

Erheblich kürzere Entwicklungszyklen

Bei der traditionellen Entwicklung werden aufeinanderfolgende Phasen durchlaufen: physische Prototypen, Labortests, Streckentests und schließlich die Software-Integration. DonutOS ersetzt das durch eine zentrale Umgebung, in der die mechanischen, elektrischen, verhaltensbezogenen, sensorischen und UI-Systeme gemeinsam entwickelt werden, was bedeutet:

  • Entwicklungszyklen lassen sich auf Monate oder Wochen verkürzen.
  • Start-ups können ohne große Ingenieurteams Fahrzeuge konstruieren – mit den gleichen Möglichkeiten, die Automobilhersteller
  • Automobilhersteller können die Kosten für die Prototypenentwicklung deutlich senken und das Fahrzeugverhalten unter Bedingungen validieren, die bei einer physischen Nachbildung nicht praktikabel oder machbar wären.
  • Software-basierte Fahrzeugstrategien sind endlich realisierbar, weil Updates und neue Funktionen für digitale und physische Flotten mit absoluter Konsistenz konzipiert, getestet und implementiert werden können.

Digital Twin 2.0

Bei früheren digitalen Zwillingen wurden lediglich Teile eines Fahrzeugs modelliert, jedoch nicht das gesamte Systemverhalten. Digital Twin 2.0 in DonutOS schafft ein interaktives virtuelles Fahrzeug, für das alle Systeme, Sensoren, Steuerungen und Datenflüsse abgebildet werden. Daher stehen nun folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Es können komplette Elektrofahrzeuge getestet werden, wie sie auf physische Konditionen, Umgebungsbedingungen und Sensorimpulse reagieren – und zwar bereits vor der Produktion.
  • Die gesamte Telemetrie- und Datenbusaktivität lässt sich beobachten, und zwar genau so, wie sie in einem Serienfahrzeug ablaufen würde.
  • Man kann dieselbe Software und Logik für das physische Fahrzeug nach der Validierung nutzen, wodurch die Kontinuität zwischen digitaler Planung und realer Leistung gewährleistet wird.

 (se)

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