Fabrik für Leistungshalbleiter Den SiC-Fab-Plänen im Saarland von Wolfspeed und ZF droht das Aus

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Basierend auf Berichten aus Regierungs- und Branchenkreisen berichtet Reuters vom drohenden Aus für die Leistungshalbleiter-Fabrik im saarländischen Ensdorf, die von Wolfspeed und mit Unterstützung von ZF errichtet werden soll.

Konzeptgrafik des SiC-Werks, das im Saarland gebaut werden sollte.(Bild:  Wolfspeed)
Konzeptgrafik des SiC-Werks, das im Saarland gebaut werden sollte.
(Bild: Wolfspeed)

Nachdem Intel die Pläne für die Fabs bei Magdeburg auf Eis gelegt hat, scheint auch das Projekt für die Herstellung von Siliziumkarbid-Chips im saarländischen Ensdorf zu wackeln. Offiziell ist vonseiten des US-amerikanischen Hauptverantwortlichen Wolfspeed bislang nichts, doch in den vergangenen Monaten ist es sehr still um die geplante SiC-Fabrik geworden, die in einem Joint Venture mit Zulieferer ZF entstehen sollte.

Die Bauarbeiten an der Fab hatten sich bereits mehrfach verzögert, zuletzt im Juni 2024. Da hieß es, dass der Bau frühestens im Jahr 2025 in Angriff genommen wird. Jetzt soll er laut Berichten von Reuters, basierend auf eine Quelle aus der Industrie, zufolge sogar ohne Zeitziel verschoben werden. 

Da Wolfspeed mit wirtschaftlichen Problemen und in den US-amerikanischen Werken mit gravierenden Fehlern der Produktion zu kämpfen hat, rechnen wahrscheinlich nicht mehr viele Branchenbeobachter noch mit ernsthaften Bauambitionen im Saarland. Zumal stünde die Genehmigung finanzieller Mittel über die IPCEI-Förderung (Important Projects of Common European Interest) ohnehin noch aus.

Partner doch nicht ganz so partnerschaftlich?

Jetzt will sich auch noch Kooperationspartner ZF Friedrichshafen aus dem Joint Venture zurückziehen. ZF wäre mit einer Minderheitsbeteiligung am Werk involviert und hätte zudem Arbeitskräfte aus der Region gestellt.

Die Nachfrage nach E-Autos und damit verbunden nach den Chips, die für die Fahrzeuge benötigt werden, entspräche nicht den Erwartungen Wolfspeeds, weswegen man das Projekt im Saarland jetzt hinterfragt. Gerüchten zufolge hätte ZF das Projekt ausgebremst, was das Unternehmen im Rahmen einer Mail-Korrespondenz dementierte. Darin hieße es, dass Wolfspeed für das Projekt verantwortlich sei und dass ZF intensive und aktive Unterstützung geleistet habe. (sb)

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