Autonomie, Vernetzung, Elektromobilität – die Automobilindustrie befindet sich im größten Transformationsprozess ihrer Geschichte. Diese Herausforderung kann kein Unternehmen allein bewältigen – Kräfte müssen gebündelt werden. Im April wurden daher viele Kooperationen verkündet.
Der April zeigte im Automotive- und Transport-Bereich deutlich: Ohne Kooperationen gehts es nicht, um die Transformation erfolgreich zu vollziehen.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)
April, April – der weiß nicht, was er will. Wettertechnisch mag das durchaus zugetroffen haben. In der Automobilindustrie und Transportbranche gilt es die Herausforderungen zu bewältigen, die mit der Entwicklung automatisierter, vernetzter und elektrisch angetriebener Fahrzeuge einhergehen. BMW hat im April beispielsweise zwei Partnerschaften verkündet: Zum einen will der Autobauer mit Tata Technologies ein Joint-Venture für Software- und IT-Entwicklung in Indien gründen. Das Gemeinschaftsunternehmen wird sich auf die strategische Software-Entwicklung konzentrieren, einschließlich Lösungen für Software-definierte Fahrzeuge (SDV). Bei Automobil-Software wird der Schwerpunkt auf automatisiertem Fahren, Infotainment und digitalen Diensten liegen. Für die Unternehmens-IT zielen die Aktivitäten auf die Digitalisierung und Automatisierung der Produktentwicklung, der Produktion und des Vertriebs.
Darüber hinaus haben die Münchner auch eine Kooperation mit dem kroatischen Unternehmen Rimac Technology für die Antriebstechnologie geschlossen. Beide Partner wollen zukünftig gemeinsam an Hochvoltspeicher für ausgewählte elektrisch angetriebene Fahrzeugprojekten arbeiten. Kein Wunder, denn BMW will seine Position im Bereich der Premium-Elektromobilität auszubauen. Beim Automobilhersteller sollen vor dem Jahr 2030, batterieelektrische Fahrzeuge mehr als die Hälfte des globalen Fahrzeugabsatzes ausmachen.
Das Cockpit der Zukunft entwickeln – das ist das gemeinsame Ziel von Chery und Forvia. Um diesem Ziel näher zu kommen, planen die beiden Unternehmen ein Gemeinschaftsunternehmen zu gründen und haben dazu eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Im chinesischen Wuhu soll das zukünftige Cockpit-of-the-Future-Joint-Venture Fahrt aufnehmen. Ziel ist die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Systemen und Modulen für den gesamten Fahrzeuginnenbereich, einschließlich Sitze, Innenausstattung und Cockpit-Elektronik. Dabei sollen Materialien und Verfahren mit geringem CO2-Ausstoß zum Einsatz kommen. Es ist das erste Gemeinschaftsunternehmen dieser Art in Reich der Mitte. Forvia hat ein Umsatzziel von 1 Milliarde Euro bis 2029 definiert.
Auf dem Weg zum autonomen Fahren haben sich VIA Optronics und Antoloin-Irausa zusammengeschlossen, um mit dem Display-Konzept Sunrise den nahtlosen Übergang zwischen manuellen und autonomen Fahren anbieten zu können. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird Antolin das Know-how von VIA beim optischen Bonding, Touch-Sensing und Kameramodule für die Automobil-, Industrie- und Unterhaltungselektronikbranche nutzen.
Ziel der Unternehmen ist es, eine breite Palette interaktiver Display-Anwendungen mit verbesserter visueller Leistung, höherer Berührungsempfindlichkeit und besserer Integration in den Fahrzeuginnenraum anzubieten.
Elektromobilität als Treiber
Die voranschreitende Digitalisierung des Fahrzeugs und seines Cockpits, die Mobilitätswende und der damit verbundene Umstieg auf Elektromobilität, und der Gewinn von Strom auf Basis regenerativer Energien wie Windkraft und Solarstrom erfordern stetige Innovationen und Liefersicherheiten in der Halbleiterfertigung. Aber auch der zunehmende Bedarf an Bauelementen im Bereich der Leistungselektronik macht langfristige Liefervereinbarungen für Komponenten attraktiv.
Wenig verwunderlich ist da, dass SiCrystal, ein Unternehmen der Rohm-Gruppe, sowie STMicroelectronics (ST) einen bereits bestehenden Liefervertrag verlängert und ausgeweitet haben. SiCrystal wird ST in den kommenden Jahren weiterhin mit 150-mm-Siliziumkarbid-Wafern beliefern. „Der neue Mehrjahresvertrag regelt die Lieferung größerer Mengen von SiC-Wafern, die in Nürnberg hergestellt werden, mit einem erwarteten Mindestwert von 230 Millionen US-Dollar“, wird mitgeteilt. Vonseiten ST wird die Vertragsverlängerung als wichtiger Baustein im Aufbau einer diversifizierten und resistenten Lieferkette gesehen.
Vitesco Technologies und Sanden sind eine Kooperation eingegangen, um ein integriertes Wärme-ManagementSystem für Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Im Rahmen dieses Vorentwicklungsprojektes, entwickelt Sanden die kompakte Kälteeinheit mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R290), während Vitesco Technologies die zugehörige Wärmeenergieverteilung in Form einer Verteileinheit auf Wasser/Glykol-Basis entwickeln wird. Bausteine der Verteileinheit sind Kühlmittelpumpen, Ventile (Coolant Flow Control Valves, CFCV) und Sensoren. Je nach Anwendung kann die Verteileinheit zwischen 5 und 13 Anschlüsse für die Wärmezufuhr oder -ableitung haben.
Stand: 08.12.2025
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