Chip-Engpässe Chipmangel: In Kürze könnte die Fahrzeugproduktion stillstehen

Von Margit Kuther 1 min Lesedauer

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Der kritische Chipmangel verschärft sich von Tag zu Tag. Nicht nur der Europäische Automobilherstellerverband (ACEA) warnt vor Störungen in der europäischen Fahrzeug- und Industrieproduktion.

Chipkrise: Die Automobilbranche muss ihre Reservebestände angreifen.(Bild:  ACEA)
Chipkrise: Die Automobilbranche muss ihre Reservebestände angreifen.
(Bild: ACEA)

Der politische Streit, der zum Verbot von Nexperia-Chip-Exporten aus China geführt hat, ist weiterhin ungelöst. Nicht nur in den Vorstandsetagen europäischer Autounternehmen wächst die Sorge, dass der Konflikt um Nexperia zu Engpässen führen könnte. Denn die Exportbeschränkungen der chinesischen Regierung betreffen weltweit Kunden wie Mercedes, VW, BMW und Tesla, aber beispielsweise auch Bosch und Apple.

Es fehlt die Zeit, alternative Lieferantenbeziehungen aufzubauen

Die Automobilbranche greife derzeit auf ihre Reservebestände zurück, so ACEA. Doch diese gingen rapide zur Neige. Eine Umfrage der ACEA unter seinen Mitgliedern in dieser Woche ergab, dass einige bereits mit einer baldigen Stilllegung der Fertigungsstraßen rechnen. Es gebe zwar viele alternative Lieferanten, doch es wird viele Monate dauern, bis die zusätzlichen Kapazitäten aufgebaut seien, die erforderlich sind, um die Versorgungslücke zu schließen. Doch der Automobilindustrie rennt die Zeit davon.

„Wir wissen, dass alle Parteien dieses Konflikts sehr hart daran arbeiten, eine diplomatische Lösung zu finden. Gleichzeitig berichten uns unsere Mitglieder, dass die Lieferung von Bauteilen aufgrund der Verknappung bereits eingestellt wurde“, sagt Sigrid de Vries, Generaldirektorin der ACEA. „Das bedeutet, dass es nur noch wenige Tage dauern könnte, bis die Fertigungsstraßen stillstehen. Wir fordern alle Beteiligten dringend auf, ihre Bemühungen zu verdoppeln, um einen diplomatischen Ausweg aus dieser kritischen Situation zu finden.“

Über ACEA

Der Europäische Automobilherstellerverband (ACEA) vertritt die 16 größten in Europa ansässigen Hersteller von Pkw, Transportern, Lkw und Bussen: BMW Group, DAF Trucks, Daimler Truck, Ferrari, Ford of Europe, Honda Motor Europe, Hyundai Motor Europe, Iveco Group, JLR, Mercedes-Benz, Nissan, Renault Group, Stellantis, Toyota Motor Europe, Volkswagen Group und die Volvo Group. (mk)

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