Batteriemanagementsysteme sind wichtige Komponenten in modernen Elektrofahrzeugen, denn sie dienen als Schaltzentrale für den Batteriebetrieb. Durch kontinuierliche Überwachung und Regelung der Batterie gewährleisten sie ihr sicheres und effizientes Funktionieren. Drahtlose BMS-Lösungen auf UWB-Basis können dabei helfen, die Komplexität von Konstruktions- und Fertigungsprozessen zu verringern und gleichzeitig die Zuverlässigkeit zu erhöhen.
Batteriemanagementsysteme sind wichtige Komponenten in modernen Stromern. Drahtlose Varianten auf UWB-Basis können dabei helfen, die Komplexität von Konstruktions- und Fertigungsprozessen zu verringern.
(Bild: NXP)
Angesichts der Bedeutung von Batteriemanagemen-Lösungen (BMW) für die schnell wachsende Elektroautoindustrie beschleunigt sich hier das Innovationstempo. Kabelgebundene Systeme werden zunehmend durch drahtlose BMS-Technologien ersetzt, die die Produktion von Stromern effizienter gestalten und deren Leistungsfähigkeit verbessern. Hierbei nehmen BMS-Lösungen, die auf Ultrabreitband-Technologie (UWB) basieren, eine Vorreiterrolle ein: Sie bieten im Vergleich zu kabelgebundenen Lösungen und anderen drahtlosen Technologien deutliche Vorteile.
In herausfordernden Batterieumgebungen kommunizieren
Die zentrale Aufgabe eines Batteriemanagementsystems ist es, mit der Batterie zu kommunizieren und sie zu steuern, um ihren ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten. Dazu sorgt das BMS für einen zuverlässigen Datenaustausch, damit ein spezialisierter Prozessor die Batterie präzise regeln kann. Im Mittelpunkt stehen dabei betriebsrelevante Informationen wie Temperatur, Stromstärke und Spannung. Diese sind entscheidend, um einen sicheren und effizienten Betrieb der Batterie und damit des gesamten Fahrzeugs zu garantieren.
Ein modulares, Kabel-basierendes Batterie-Design, bei dem das Batteriepack in mehrere Batteriemodule unterteilt wird, hat sich heute als Industriestandard etabliert. Zwar ermöglichen diese Ansätze Skalierbarkeit und Wiederverwendbarkeit, doch sie gehen mit einer geringeren Energiedichte einher als kabelgebundene Systeme.
Denn bisher mussten die Hersteller die Batteriemodule und wichtige BMS-Komponenten, wie den Prozessor und einen schützenden Battery Junction Box IC, über Kabel verbinden. Aufgrund des begrenzten Platzes in den Batteriepacks sind solche Kabel-basierenden Netzwerke aber sehr komplex. Denn sie verwenden empfindliche Drähte und beruhen auf hochspezialisierten manuellen Fertigungsschritten. Das ist teuer, schwer zu automatisieren und anfällig für Produktionsfehler. Außerdem können die empfindlichen Drähte mit der Zeit verschleißen.
Drahtlose BMS-Technologien neu denken
Es liegt auf der Hand, dass drahtlose Technologien BMS-Lösungen resistenter machen, ihre Herstellung vereinfachen und die Energiedichte in Batteriepacks erhöhen. Auf dem Weg zum drahtlosen BMS sind jedoch einige Herausforderungen zu bewältigen.
Eine drahtlose BMS-Technologie muss auch in der schwierigen Umgebung von Batteriepacks funktionieren. Batteriepacks stellen eine besondere Herausforderung dar, weil sie von mehreren Metallgehäusen umgeben sind. Jede dieser Metalloberflächen kann Reflexionen erzeugen, wodurch eine Umgebung mit selektivem Hochfrequenz-Fading entsteht. Das bedeutet, dass die reflektierten Funksignale sich gegenseitig stören oder auslöschen können.
Hinzu kommen Störsignale aus der Fahrzeugumgebung und andere Umweltbedingungen. Eine BMS-Funktechnologie muss daher äußerst widerstandsfähig und robust sein. Hier kommt die UWB-Technologie ins Spiel.
UWB kodiert Datenbits in schmale Impulse, wodurch ein Signal mit einer sehr großen Bandbreite des Frequenzspektrums entsteht. Das bedeutet, dass kleine Störungen im Band durch Reflexionen keinen Einfluss auf die Gesamtqualität des Signals haben. Die Messungen werden dann auf die Trägerfrequenz hochkonvertiert, zum Beispiel auf 8 GHz für UWB-Kanal 9.
UWB kodiert Datenbits in schmale Impulse, wodurch ein Signal mit einer sehr großen Bandbreite des Frequenzspektrums entsteht.
(Bild: NXP)
Die Robustheit der UWB-Signale ermöglicht singuläre Übertragungsanfragen und Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 7,8 Mbit/s. Damit unterscheidet sich UWB von schmalbandigen Alternativen wie Bluetooth Low Energy, das im 2,4 GHz ISM-Band arbeitet. Diese Signale sind besonders anfällig für Reflexionen und Interferenzen, was sie für den Einsatz in Batteriepack-Umgebungen ungeeignet macht.
UWB-Signale weiter optimieren
Neben dem Einsatz der UWB-Technologie selbst hat NXP seine drahtlosen BMS-Lösungen weiter verbessert. Die beiden NXP-Module BMA6060 und BMA6061 verwenden eine optimierte Datenpaket-Struktur, um die Leistung und die Timeslot-Planung zu optimieren. Dadurch hat jedes Modul einen festen Timeslot für den Empfang oder die Übertragung eines Signals. Das wiederum führt zu einer hohen Planbarkeit des Timings, sodass weder Frequenzsprünge nötig sind noch das Risiko von Datenkollisionen entsteht.
Bei den UWB-BMS-Lösungen von NXP weiß deshalb jede Empfangseinheit genau, wann ein Datenpaket eintreffen wird. Deshalb kann sie für eine höhere Effizienz bei Bedarf in den Energiesparmodus wechseln. Im Gegensatz zu Schmalbandsystemen bedeutet das auch, dass UWB-BMS keine aufwendige Kanalzuweisung oder Software-basierende Signalentstörung benötigt.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Die NXP-Lösung überzeugt nicht nur durch effiziente Datenübertragung und geringen Energieverbrauch, sondern verbessert zugleich auch den Schutz und die Integrität sensibler Daten. Dafür sorgt eine integrierte Hardware Security Engine (HSE), die Nachrichten mit dem Advanced Encryption Standard 128 verschlüsselt und so vor Abhören und Manipulation schützt.
Vorteile des UWB-basierenden Batteriemanagementsystems von NXP
(Bild: NXP)
Zukunft der Drahtlos-Kommunikation in Elektroautos
Batteriepacks sind und bleiben eine besonders schwierige Umgebung für die drahtlose Kommunikation. Weil jedoch höhere Energiedichten ein wichtiges Branchenziel darstellen und gleichzeitig die Batterien aus Platzgründen modular bleiben müssen, wird der Bedarf an neuen Drahtlos-Technologien weiter steigen.
Mit UWB-BMS-Lösungen können Hersteller von Elektrofahrzeugen komplexe und eher unzuverlässige kabelgebundene Lösungen vermeiden. Die UWB-Technologie ermöglicht effizientere Designprozesse und leistungsfähigere Batteriesysteme mit höherer Energiedichte. Für die Hersteller ist das ein bedeutender Schritt bei der Weiterentwicklung von Elektrofahrzeugen. Denn UWB-BMS-Lösungen senken die Produktionskosten und fördern Innovationen auf dem hart umkämpften Elektroautomarkt. (se)